Aktualisiert 17.01.2019 20:13

Babyfund in Reconvilier BEWurde das tote Mädchen in Abfallsack abgelegt?

In Reconvilier ist am Donnerstag ein lebloses Neugeborenes in einem Plastiksack aufgefunden worden. Die Identität und die Herkunft des Mädchens sind unbekannt.

von
miw
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Am Donnerstag, kurz vor Mittag, haben Privatpersonen auf einem Parkplatz in Reconvilier in einem Plastiksack einen kleinen Körper entdeckt.

Am Donnerstag, kurz vor Mittag, haben Privatpersonen auf einem Parkplatz in Reconvilier in einem Plastiksack einen kleinen Körper entdeckt.

20 Minuten
Der Fundort liegt nahe des Mehrzweckgebäudes «Salle des fêtes».

Der Fundort liegt nahe des Mehrzweckgebäudes «Salle des fêtes».

20 Minuten
Die ausgerückten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern mussten vor Ort feststellen, dass es sich um ein lebloses Neugeborenes handelt.

Die ausgerückten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern mussten vor Ort feststellen, dass es sich um ein lebloses Neugeborenes handelt.

wikipedia/Oblic

Die Müllabfuhr soll am Donnerstag kurz vor Mittag den schrecklichen Fund im Berner Jura gemacht haben: Nahe des Mehrzweckgebäudes «Salle des fêtes» in Reconvilier haben sie einen kleinen Körper entdeckt. Die ausgerückten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern mussten vor Ort feststellen, dass es sich dabei um ein lebloses Neugeborenes handelt. Wie Anwohner gegenüber 20 Minuten berichten, soll das tote Baby in einem Abfallsack gefunden worden sein.

Jetzt ermittelt die Polizei: Das leblose Mädchen wird nun von Rechtsmedizinern untersucht. «Dabei gilt es herauszufinden, woran der Säugling gestorben ist», sagt Polizeisprecher Christoph Gnägi. Auch wolle man so mehr über die Herkunft und die Identität des Kindes herausfinden. Derzeit ist lediglich klar, dass das Mädchen von heller Hautfarbe ist.

«Es tut weh, so etwas zu hören»

Die Mehrzweckhalle liegt abgelegen am Dorfrand von Reconvillier. Am Donnerstagabend findet Tennis-Unterricht statt, nichts deutet auf den traurigen Fund vom Morgen hin. Die Sportler sind betroffen vom Vorfall: «Es tut weh, so etwas zu hören.» Es habe sie sehr schockiert und zu Tränen gerührt, sagt die Tennis-Lehrerin.

In der Halle weist ein Schild auf eine 24-Stunden-Videoüberwachung hin. Ob auch der Parpklatz vor dem Gebäude überwacht wird, ist nicht bekannt.

Eltern, meldet euch!

Die Kantonspolizei Bern bittet die Angehörigen des Kindes, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Dies auch, um eine allfällige medizinische Betreuung der Mutter sicherstellen zu können.

Zudem werden Zeugen gesucht. Insbesondere werden Personen, die im Bereich der Parkplätze nahe des Mehrzweckgebäudes Beobachtungen gemacht haben, gebeten, sich zu melden. Auch die Anwohner wurden befragt – «sie haben zweimal mit uns gesprochen».

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