28.07.2016 10:48

KanadaWurde die Schweizer Missionarin ermordet?

Die Zürcher Missionarin Regula Schüle wurde tot in ihrem Haus in Labrador aufgefunden. Die kanadische Polizei spricht nun von einem verdächtigen Brand.

von
num
Regula Schüle (88) war in ganz Labrador für ihre Hilfsbereitschaft bekannt.

Regula Schüle (88) war in ganz Labrador für ihre Hilfsbereitschaft bekannt.

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Regula Schüle (88) unterrichtete Inuit-Kinder im kanadischen Labrador, hatte eines gar adoptiert. Seit den 60er-Jahren wohnte die Primarschullehrerin in Kanada, war zuvor in Erlenbach am Zürichsee aufgewachsen und wurde mit 40 Jahren Missionarin.

Nun wurde sie Sonntagnacht von ihrer Tochter tot neben ihrem Bett aufgefunden – mit Blut am Hals und einer Plastiktüte neben dem Körper. Dies sagte Schüles Freund Dieter Holeiter dem «Tages-Anzeiger». Zunächst hatte ihre Tochter nur den Brand bemerkt.

«Verdächtiger Brand»

Die örtliche Polizei hat Ermittler beigezogen, um den «verdächtigen Brand» zu untersuchen. Sie will aber noch nicht von einem Tötungsdelikt sprechen und hält sich mit Informationen zurück.

Regula Schüle war gemäss ihrer Schwester in ganz Labrador bekannt, weil sie immer ein offenes Haus hatte und Arbeits- und Obdachlosen half. «Sie hat sich immer für andere eingesetzt», sagt die 87-jährige Elisabeth Schüle zum «Tages-Anzeiger».

Die Menschen in Happy Valley-Goose Bay spekulieren, dass wahrscheinlich einer der Besucher Regula Schüle zum Verhängnis geworden sei. «Es ist so traurig», sagt Holeiter. «Sie verschenkte alles. Aber vielleicht ist einer zu habgierig geworden.»

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