Nach Russland-Flagge: «Wurde von den Leuten missbraucht» – Djokovic nimmt seinen Vater in Schutz

Publiziert

Nach Russland-Flagge«Wurde von den Leuten missbraucht» – Djokovic nimmt seinen Vater in Schutz

Die Fotos von Novak Djokovics Vater Srdjan mit einer russischen Flagge gingen um die Welt. Nun hat sich sein Sohn geäussert. 

von
Sven Forster

Dieses Video zeigt Djokovics Vater.

Twitter

Darum gehts

  • Novak Djokovic hat sich zum Eklat um seinen Vater geäussert. 

  • Er nahm ihn in einem Statement in Schutz. 

  • Die Personen hätten ihn für das Foto missbraucht.

Novak Djokovic liess am Freitag im Halbfinal seinem Gegner Tommy Paul nicht den Hauch einer Chance. Auf seinen Vater in der Box musste er aber verzichten. Srdjan Djokovic entschied sich nach dem Eklat mit der Russen-Flagge auf den Verzicht des Halbfinals

Nach dem Spiel hat sich nun der Tennis-Star dazu geäussert. Er nahm seinen Vater in Schutz. «Ich habe, wie alle anderen auch, gesehen, was passiert ist. Es ist bedauerlich, dass die Situation durch eine Fehlinterpretation der Geschehnisse so eskaliert ist.» Sein Vater sei wie gewöhnlich nach dem Spiel zum Hauptplatz gegangen, um sich mit den Fans zu treffen und Fotos zu schiessen. Der Tennis-Spieler weiter: «Überall waren serbische Flaggen. Er dachte, er posiere für ein Foto mit jemandem aus Serbien.» Er sei von den «Leuten missbraucht» worden. 

«Hatte nicht die Absicht» 

Sein Vater hätte auch keine pro-russischen Botschaften verbreitet. «Ich habe gehört, was er gesagt hat. Einige Medien haben die Szene leider falsch interpretiert.» Es tue ihm leid, dass es so eskaliert sei. «Ich hoffe, die Leute verstehen, dass es absolut nicht seine Absicht war, irgendwelche Kriegsinitiativen oder Ähnliches zu unterstützen», so Djokovic in einem Statement. Djokovic Senior sagte bereits zuvor: «Ich hatte nicht die Absicht, in diese Sache hineingezogen zu werden. Meine Familie hat die Schrecken des Krieges miterlebt, und wir wünschen uns nur Frieden.»

Wer gewinnt das Australian Open?

Dieser Aussage pflichtete auch der Tennis-Superstar bei: «Mein Vater, meine ganze Familie und auch ich haben in den 90er-Jahren mehrere Kriege erlebt. Wie mein Vater in seinem Statement ausdrückte, sind wir gegen den Krieg. Wir werden nie Gewalt oder irgendeinen Krieg unterstützen. Wir wissen, wie verheerend das für die betroffenen Familien ist, für die Menschen in einem Land, das einen Krieg durchmacht.»

Am Sonntag wird Djokovic im Final auf den Griechen Stefanos Tsitsipas treffen. Mit seinem Vater in der Box? Darauf hofft zumindest der 35-Jährige. Dies passiere allerdings nur, wenn sich sein Vater dazu in der Lage fühlen würde. 

Dein tägliches Sport-Update

Erhalte täglich brandaktuelle News aus der Welt des Sports. Ob Interviews, Porträts, Spielberichte oder Analysen: Unsere Reporter informieren dich direkt in deinem Postfach.

Deine Meinung

184 Kommentare