Aktualisiert 01.06.2020 12:52

«Lord of the Rings»-Stars wiedervereint

Wusstest du, dass Zauberer Gandalf ein Gucci-Tattoo hat?

Knapp 20 Jahre nach dem Kinostart von «The Fellowship of the Ring» haben sich die «The Lord of the Rings»-Stars online zum Klassentreffen versammelt und aus dem Nähkästchen geplaudert.

von
Schimun Krausz

Darum gehts

  • Cast und Crew von «The Lord of the Rings» nahmen an einem gemeinsamen Videocall teil.
  • Und zwar fast 19 Jahre nach dem Kinostart des ersten Teils der Trilogie.
  • Dabei verrieten sie, dass einige von Gandalfs berühmtesten Sätzen gar nicht in der Buchvorlage stehen.
  • Und sie zeigten, welche Souvenirs sie vom Set mitgehen liessen.

Während des Lockdowns hat Schauspieler Josh Gad (39, leiht «Frozen»-Olaf seine Stimme) auf Youtube die Reihe «Reunited Apart» auf die Beine gestellt und dabei Cast und Crew berühmter Filme zur Online-Reunion eingeladen, um in Nostalgie zu schwelgen und Geld für den guten Zweck zu sammeln.

Marty McFly (Michael J. Fox, 58) und Doc Brown (Christopher Lloyd, 81) trabten zum «Back to the Future»-Klassentreffen an und auch die Schauspieler und Macher der Klassiker «The Goonies» (1985) und «Splash» kamen vor der Webcam zusammen.

Nun hat Gad den grossen Wurf gelandet: Er hat die wichtigsten Köpfe der «The Lord of the Rings»-Trilogie versammelt, die mit Einnahmen von knapp drei Milliarden Franken und 17-Oscar-Auszeichnungen zu den grössten Kino-Franchises überhaupt zählt.

Alle neun Gefährten waren dabei

Grossartig: Die komplette «Fellowship of the Ring» kam nach 20 Jahren wieder für einen gemeinsamen Auftritt zusammen. Also die Hobbit-Darsteller Elijah Wood (39, Frodo), Sean Astin (49, Sam), Billy Boyd (51, Pippin) und Dominic Monaghan (43, Merry) sowie Viggo Mortensen (61, Aragorn), Orlando Bloom (43, Legolas), John Rhys-Davies (76, Gimli), Sean Bean (61, Boromir) und Ian McKellen (81, Gandalf).

Ebenso dabei waren die Co-Stars Liv Tyler (42, Arwen), Andy Serkis (56, Gollum), Miranda Otto (52, Éowyn), Karl Urban (47, Éomer), Bernard Hill (75, Théoden) sowie Komponist Howard Shore (73), Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber Peter Jackson (58) und Co-Schreiberin Philippa Boyens (57). Plus: «Thor: Ragnarok»-Regisseur und LotR-Superfan Taika Waititi (44), der Cast und Crew einem Trivia-Quiz unterzog.

Hier sind die Highlights aus dem 50-minütigen Livestream:

Gandalfs berühmtester Satz ist eigentlich falsch

Wenige Zeilen sind so tief in der Popkultur verankert wie Gandalfs «You shall not pass!», wenn sich der Zauberer in den Zwergenminen von Moria dem Dämon Balrog entgegenstellt.

Wie Ian McKellen anmerkt, lautet der Satz in J. R. R. Tolkiens Buchvorlage anders – wenn auch nur minim. Im Roman sagt Gandalf nämlich: «You will not pass!»

Gandalfs erste Zeile stammt nicht aus dem Buch

Co-Drehbuchschreiberin Philippa Boyens fügt an, dass Gandalfs allererste Dialogzeile in der Trilogie komplett aus ihrer und nicht aus Tolkiens Feder stammt.

Dabei reagiert der Zauberer auf Frodos Vorwurf, dass er zu spät sei: «A wizard is never late. Nor is he early. He arrives precisely when he means to.»

Boromir musste seine Kult-Ansprache teilweise ablesen

Neben Gandalfs «You shall not pass!» wurde auch Boromirs «One does not simply walk into Mordor»-Ansprache zu Internet-Gold. Darsteller Sean Bean habe grosse Mühe gehabt, sich den Monolog zu merken, wie Regisseur Peter Jackson verrät – auch, weil er erst einen Tag vor dem Dreh der Szene geschrieben wurde.

«Sean hat etwas sehr Cleveres gemacht: Er hat die Ansprache ausgedruckt und sich aufs Knie geklebt.» Wenn Boromir sich also an die Stirn fasst, dann nicht nur aus Verzweiflung, sondern auch, um kurz zu spicken. Jackson: «Wenn du die Szene mit diesem Wissen schaust, wird dir jedesmal auffallen, wenn Sean das Drehbuch checkt.»

Gandalf hat ein Gucci-Tattoo

Nachdem der erste Teil der Trilogie, «The Fellowship of the Ring», abgedreht war, liessen sich alle neun Gefährten-Darsteller (ausser John «Gimli» Rhys-Davies – für ihn sprang sein Stunt-Double ein) dasselbe Motiv tätowieren: das Wort «neun» in der von Tolkien erfundenen Sprache der Elben.

Die Schauspieler präsentieren die Tätowierungen und McKellen witzelt über seine, die er auf der Schulter trägt: «Wenn ich das lese, stehen die Buchstaben für mich auf dem Kopf und ergeben das Wort ‹Gucci›.»

Ian McKellen präsentierte sein LotR-Tattoo unter anderem am 2015er Deauville American Film Festival im französischen Deauville. Wenn du deinen Kopf oder dein Gerät drehst, merkst du, warum es für ihn wie «Gucci» aussieht.

Ian McKellen präsentierte sein LotR-Tattoo unter anderem am 2015er Deauville American Film Festival im französischen Deauville. Wenn du deinen Kopf oder dein Gerät drehst, merkst du, warum es für ihn wie «Gucci» aussieht.

Keystone/EPA/Etienne Laurent

Die Hobbits haben ihre Schwerter gestohlen

Der Cast spielt einige der bekanntesten und beliebtesten Szenen der Trilogie nach. Als Rhys-Davies an der Reihe ist, zusammen mit Orlando Bloom eine Einstellung auf den Mauern von Helm’s Deep nachzustellen, setzt er sich dafür Gimlis Helm auf, woraufhin der Rest des Zoom-Calls in tosende Begeisterung ausbricht.

Gastgeber Gad fordert daraufhin alle dazu auf, die Requisiten hervorzuholen, die sie vom «The Lord of the Rings»-Set mitgehen liessen. Karl Urban setzt sich sogleich seinen Éomer-Helm auf, die Hobbit-Darsteller Elijah Wood und Dominic Monaghan präsentieren ihre Schwerter und Bloom seinen Elben-Armschutz.

Liv Tyler ist traurig, denn: «Ich habe mein Elben-Schwert in New York gelassen.» Und Gad wendet sich an den Regisseur: «Peter, das nennt man Diebstahl!» Den Filmemacher scheints aber nicht zu stören – er wusste sehr wahrscheinlich auch schon lange darüber Bescheid.

Der Cast präsentiert seine Requisiten-«Souvenirs»

Der Cast präsentiert seine Requisiten-«Souvenirs»

Screenshot Youtube/Josh Gad

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14 Kommentare
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Tarantel

02.06.2020, 09:31

Jedes Tötschli darf sich den Nonsense tätowieren den er will.

Zufrieden

01.06.2020, 14:58

Ja Er hatte sogar eines von mir. Einen Schmetterling. Schwarzweiss. 1974

Der Herr Bräutigam

01.06.2020, 14:54

ist so ein richtiger notorischer Miesmacher.