Aktualisiert 19.11.2007 22:24

Wyclef: «Wow, ich habs noch drauf!»

Mit den Fugees wurde er berühmt, nun nutzt Wyclef Jean den Ruhm für seine Charity-Arbeit in Haiti – und für Solo-Alben. Am Freitag bringt der 35-Jährige «Carnival Vol. II» raus.

Viele deiner Solo-Alben thematisieren den Karneval. Warum?

Wyclef Jean: Man nimmt seine Alltagsmaske ab, setzt eine Pappmaske auf und feiert drei Tage durch – das mag ich. Die Maske im Karneval steht für das Nicht-Vorhandensein einer Maske, ya know what I mean?

Nicht ganz ... «Erinnerungen eines Immigranten» ist der Untertitel des Albums. Du kamst als Kind von Haiti in die USA – was war das Schwierigste?

Wyclef Jean: Ich putzte Toiletten und machte all jene Dinge, die niemand tun will. Ich wollte oft davonlaufen. Aber mein Vater sagte: «Amerika wurde von uns Immigranten aufgebaut. Sei stolz.»

Du bist berühmt für Featurings; dein neues Album ist voll davon. Schaffst du es alleine nicht?

Wyclef Jean: Ich bin im Herzen Produzent. Ich liebe es, Songs zu komponieren und die anderen dazu singen zu lassen – das macht mich high.

Wie «Hips Don't Lie» mit Shakira. Der Song brachte dich zurück ins Musikbiz.

Wyclef Jean: Genau. Kanye West und Pharrell Williams nahmen ja meinen Platz im Business ein, als ich mit der Charity-Arbeit in Haiti begann. Mit «Hips Don't Lie» merkte ich: Wow, ich habs noch drauf!

Du bist sehr populär in Haiti. Es heisst, du könntest sogar Präsident werden. Ambitionen?

Wyclef Jean: Nein. Als reicher Unternehmer kann ich meinem Land mehr dienen. Als Präsident würde ich doch als Erstes Puff Daddy anrufen und ihn zum Barbecue in den Präsidentenpalast einladen (lacht).

Stefanie Rigutto

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