Aktualisiert 05.10.2006 20:41

X-tra schockt Konzertgänger mit viel zu hohen Bierpreisen

Im X-tra stutzen Musikfans: Ein Bier kostet 8.50 Franken – 40% mehr als zum Beispiel im Abart.

Wer seinen Durst im X-tra mit einem frisch gezapften Bier löschen will, vergisst ihn schnell wieder: Vier Deziliter Carlsberg kosten dort 8.50 Franken. Bei Ticketpreisen um die 50 Franken ein nicht eben erfrischender Kostenpunkt: So wanderten beim Auftritt der finnischen Gruselrocker Lordi wegen schockierenden Preisen mehrere Becher unberührt wieder zurück über den Tresen.

Verglichen mit anderen Clubs ist das Konzertgetränk im X-tra ziemlich teuer: Volkshaus und Rohstofflager verlangen bei Konzerten 5 Franken für eine 3-dl-Stange (macht rund 6.70 Franken für vier X-tra-Deziliter). Noch günstiger sind die Rote Fabrik und das Abart: 4.50 Franken kostet dort die Stange (4 Deziliter: 6 Franken).

«Bei den X-tra-Preisen würde mir das Bier ziemlich bitter schmecken», sagt Jacqueline Bachmann von der Stiftung Konsumentenschutz. Doch auch ihr sind die Hände gebunden: «Die Wirte sind frei in der Preisgestaltung. Deshalb haben wir die Abriss-Liste lanciert.» Wucherpreise kann man melden, dann werden sie auf www.konsumentenschutz.ch publiziert.

X-tra-Chef Jürg Burkhardt dagegen hält seine Preise für fair: «Wir benützen Hartplastik-Becher, die wir wieder aufsammeln. Das ist ökologischer, aber auch teurer.» Dass Gäste bei den Preisen stutzen, sei ihm bewusst, sagt er. «Wir geben aber nur einen Teil unserer Mehrkosten an sie weiter.»

Adrian Schulthess

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