Aktualisiert 27.07.2011 08:58

Vorgehen à la Sion?

Xamax-Präsident kritisiert Schiris und droht

Die Hektik bei den tschetschenischen Besitzern von Xamax war nach dem 0:2 in Basel gross. Präsident Andreï Rudakov äusserte sich dennoch zur sportlichen Situation - aber nicht nur freundlich.

von
ete
Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew (l.) und Präsident Andreï Rudakov kehren mit eisernen Besen in Neuenburg. (Keystone/AP)

Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew (l.) und Präsident Andreï Rudakov kehren mit eisernen Besen in Neuenburg. (Keystone/AP)

Für Verwirrung sorgte bereits das Erscheinen von Captain Stéphane Besle an der Pressekonferenz der Trainer nach dem Spiel. Die offizielle Begründung, Trainer Ciccolini hätte aus familiären Gründen rasch das Stadion verlassen müssen, glaubte zu dem Zeitpunkt in Basel kaum einer. Wenig später war Ciccolini entlassen. Nach langem Hin und Her tauchte Präsident Rudakov, die rechte Hand von Xamax-Besitzer Bulat Tschagajew auf – wenn auch nur im Korridor vor und nicht im Medien-Center des St. Jakob-Parks.

Zwischen hektischen Telefonaten (mit Tschagajew?) äusserte sich der Präsident zum Spiel. Natürlich nervte Rudakov die Niederlage und die schlechte erste Halbzeit der Mannschaft. Noch mehr aber ärgerte sich der Präsident über die Leistung von Schiedsrichter Stephan Klossner, der den Neuenburgern in der 75. Minute einen Penalty unterschlagen hat. FCB-Rechtsverteidiger Markus Steinhöfer hat im Strafraum bei einem Duell mit Victor Sanchez das Bein stehen lassen. «Jeder im Stadion hat gesehen, dass das ein hundertprozentiger Penalty war», regte sich Rudakov auf und kritisierte zudem die nicht vorhandene Linie des Refs bei der Vergabe der Gelben Karten.

Xamax will Sion-like reagieren

Xamax sei schon beim 0:3 gegen Luzern schlecht weggekommen. Deshalb sagt Rudakov: «So kann das nicht weitergehen. Das nächste Mal werden wir reagieren, wie es Sion auch macht.» Man werde nun das nächste Spiel, am Sonntag und ausgerechnet gegen Sion, abwarten. Und abschliessend: «Die Spieler sind motiviert und wir sind motiviert. Aber wenn die Schiedsrichter nicht korrekt sind, werden wir etwas tun müssen.» Vorderhand gelte es die Niederlage in Basel aus den Köpfen der Spieler zu bekommen. Sprachs und hing schon beim Weggehen wieder am Natel – wohl schon auf der Suche nach einem neuen Trainer, der dann die Pleite aus dem Köpfen der Spieler bringen muss. Am Besten subito, wie die Erfahrung in Neuenburg bisher zeigt.

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