Aktualisiert 02.11.2011 15:24

Erfolg für Tschagajew

Xamax schrammt am Konkurs vorbei

Das Zivilgericht Neuenburg weist den Antrag auf ein Konkursverfahren gegen Xamax zurück. Der Klub kann demnach in der Axpo Super League verbleiben.

von
fbu

Der Neuenburger Zivilrichter Bastien Sandoz hat den Antrag auf ein Konkursverfahren gegen den Super-League-Klub Neuchâtel Xamax zurückgewiesen.

Der Antrag stammte vom Genfer Anwalt Ralph Isenegger, der eine Vermittlungsentschädigung von 400 000 Franken aus dem Transfer von Freddy Mveng zu den Young Boys forderte. Isenegger hat die mit dem mittlerweile abgesetzten Präsidenten Andrej Rudakow vereinbarte Summe nicht erhalten.

Auf der klubeigenen Homepage begrüsst die Vereinsführung den Entscheid des Richters. Die Geldforderungen des Klägers seien zweifelhaft gewesen und der Richter habe die vom Klub erbrachten Beweise der Zahlungsfähigkeit richtig einschätzen können. Xamax-Anwalt François Canonica sprach zudem von einem «sehr grossen Sieg für Xamax».

Xamax wird mit 20 000 Franken gebüsst

Anderswo sieht es für Xamax nicht so rosig aus. Die Dispziplinarkommission der Swiss Football League hat den neuenburger Verein mit 20 000 Franken gebüsst. Grund dafür ist ein Vergehen gegen die Lizenzbestimmungen. Die Neuenburger haben die von den Lizenzbehörden geforderten Finanzinformationen bei der Übernahme des Klubs durch Bulat Tschagajew nur teilweise vorgelegt.

Aufgrund der neuen Ausgangslage und der Berichterstattung rund um den Klub nach dem Besitzerwechsel verlangten die Lizenzbehörden der Swiss Football League (SFL) von der neuen Klubführung zusätzliche Informationen zur finanziellen Situation. Dazu gehörten unter anderem ein aktualisiertes Budget für die Saison 2011/12 sowie eine Garantie zur Deckung eines darin allenfalls ausgewiesenen Defizits. Da der Klub innerhalb der gesetzten Fristen nicht alle angefragten Informationen und Dokumente geliefert hat, hat die Disziplinarkommission (DK) nun die Busse verhängt.

Weiteres Verfahren hängig

Im Moment läuft bei der DK zudem ein weiteres Verfahren gegen Xamax, da der Klub die Bestätigungen der betroffenen Institutionen, wonach die Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV und BVG/UVG) für den Monat August bezahlt worden sind, bisher nicht eingereicht hat.

In den kommenden Tagen könnte eine weitere Anzeige bei der DK folgen. Xamax hat am Mittwoch eine letzte Mahnfrist von fünf Tagen erhalten, um eine Bestätigung der Lohnzahlungen inklusive der Sozialversicherungsbeiträge für den Monat September, die Bestätigungen der betroffenen Institutionen, wonach diese Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV und BVG) bezahlt wurden, sowie eine Bestätigung des Unfallversicherers, wonach die Prämien für das dritte Quartal des Jahres 2011 entrichtet wurden, einzureichen. (fbu/si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.