Schuldenberg: Xamax steht mit 3,2 Millionen in der Kreide

Aktualisiert

SchuldenbergXamax steht mit 3,2 Millionen in der Kreide

Kaum ist es ein paar Tage ruhig um Neuchâtel Xamax, ziehen die nächsten dunklen Wolken am Neuenburgersee auf: Offenbar sind beim ASL-Verein Rechnungen in Millionenhöhe offen.

von
mon

Rund 3,2 Millionen Franken schuldet Xamax 25 verschiedenen Gläubigern, wie «Le Matin dimanche» berichtet. Betroffen sind verschiedenste Unternehmen aus den Bereichen Hotellerie, Sportmarketing und Management, aber auch öffentliche Institutionen wie die kantonale Arbeitslosenkasse oder das Bundesamt für Finanzen warten auf Überweisungen des ASL-Vereins. Auch ehemalige Spieler sollen auf der Liste der Gläubiger stehen.

Wer Schuld an der Misere ist, ist nicht ganz klar. Die tschetschenische Führung von Bulat Tschagajew wirft den ehemaligen Verantwortlichen um Sylvio Bernasconi Misswirtschaft vor. Jedoch weisen die meisten Betreibungen ein Datum nach dem 12. Mai auf, also erst nach dem Tag, an dem Tschagajew den Neuenburger Verein übernahm.

Die Xamax-Führung sieht die neuen Unstimmigkeiten gelassen. Die höchsten Forderungen von Personen aus dem ehemaligen Staff seien strittig und dürften im Rechtstreit enden, rechtfertigt man sich. Die anderen offenen Posten in der Höhe von 600 000 Franken sollen am Montag oder Dienstag beglichen werden. «Diese Betreibungen sind keine Gefahr für Xamax», so Tschagajews Anwalt François Canonica.

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