Als einziger Schweizer Fussballer: Xhaka feiert mit Messi, Ronaldo und Co
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Als einziger Schweizer FussballerXhaka feiert mit Messi, Ronaldo und Co

Ein Superstar nach dem anderen schritt an der Fifa-Gala in London über den roten Teppich. Als Gast geladen war auch Nati-Regisseur Granit Xhaka.

von
E. Tedesco
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Als einziger Schweizer Fussballer erhielt Arsenal-Star Granit Xhaka eine Einladung zur Best Fifa Awards 2017 in London.

Als einziger Schweizer Fussballer erhielt Arsenal-Star Granit Xhaka eine Einladung zur Best Fifa Awards 2017 in London.

epa/Facundo Arrizabalaga
Der Schweizer Internationale machte im schwarzen Smoking mit weissem Hemd und Fliege eine gute Figur. Sein Frau Leonita Lekaj strahlte am Arm des Arsenal-Söldners in einem roten, offenherzigen Satinkleid.

Der Schweizer Internationale machte im schwarzen Smoking mit weissem Hemd und Fliege eine gute Figur. Sein Frau Leonita Lekaj strahlte am Arm des Arsenal-Söldners in einem roten, offenherzigen Satinkleid.

epa/Facundo Arrizabalaga
Posieren, in die Kameras lächeln, Autogramme geben und auch Selfies mit den Fans machen war die Aufgabe auf dem roten Teppich.

Posieren, in die Kameras lächeln, Autogramme geben und auch Selfies mit den Fans machen war die Aufgabe auf dem roten Teppich.

/Bryn Lennon

Routiniert bewegte sich der Schweizer Internationale auf dem roten Teppich. Granit Xhaka und seine Frau Leonita Lekaj, er im Smoking mit perfekt gebundener Fliege und sie in einer offenherzigen blutroten Satinrobe, gehörten an der Fifa-Gala am Montag zu den geladenen Gästen. Es war ein sehr spezielles Erlebnis für den Schweizer Nati-Regisseur.

«Wir wurden mit einer Limousine abgeholt und zu dieser wirklich sehr schönen Location in der Argyll Street chauffiert», erzählt Xhaka. Der Weltverband hatte für seine Best Fifa Awards 2017 das London Palladium gewählt, ein Theater im Londoner West End.

Selten ist die Dichte an Fussball-Superstars so hoch. Auf dem roten Teppich kam es zu einem Stelldichein der Crème de la Crème des Weltfussballs. Da flanierte Lionel Messi mit seiner Frau Antonella Roccuzzo, Neymar, Maradona und Ronaldo – der Dicke –, gaben Autogramme und machten mit den Fans Selfies. Der spätere Sieger Cristiano Ronaldo liess sich mit Sohn und schwangerer Freundin Georgina Rodriguez blicken.

Xhaka kein Unbekannter bei den Legenden

Xhaka genoss es, Teil dieses speziellen Zirkels zu sein. «Ich habe Maradona, ‹Il Fenomeno› (Ronaldo) und Cristiano Ronaldo gesehen. Es ist schon speziell, solche Legenden zu treffen.» Und auch mit ihnen zu sprechen, denn vor der eigentlichen Show ergab sich die eine oder andere Gelegenheit dazu. Xhaka war überrascht, dass er für die Stars kein Unbekannter war. «Ich bilde mir nichts darauf ein, aber es ist schon ein gutes Gefühl, wenn so grosse Fussballer wissen, wer man ist», sagt der Arsenal-Söldner.

Wäre es nach Xhaka gegangen, hätten alle drei Nominierten (Messi, Cristiano Ronaldo, Neymar) die Auszeichnung zum besten Spieler der Welt verdient. Aber mit den errungenen Titeln und den vielen Toren ist CR7 auch für den Basler der richtige Sieger.

Xhaka schaut bei Real-Stars genau hin

Eine Wahl beobachtete Xhaka mit besonderem Interesse, zumal er mit diesem Spieler nicht nur die Position auf dem Platz gemein hat. Experten trauen Xhaka eine ähnliche Karriere zu, wie er sie gemacht hat: die von Toni Kroos ins Fifa-Dreamteam.

«Er überzeugt seit Jahren mit einer enormen Konstanz», sagt Xhaka, «und auch bei seinen Transfers hat er alles richtig gemacht. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich seine Karriere nicht genauer verfolge. Ich schaue schon hin, was er wie macht. Aber auch bei Luka Modric.» Die Stars aus dem Real-Mittelfeld schafften es in die Weltauswahl, aber für die Nomination des Weltfussballers standen nur Offensivspieler zur Wahl. Haben Defensivspieler weniger Chancen?

«Eine gute Frage», meint Xhaka, «dazu habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Es ist halt so, dass Kroos und Modric nicht jede Woche treffen, und auch wenn sie ein sehr gutes Spiel machen, macht halt doch immer der Schlagzeilen, der Tore schiesst.» Es sei aber auch nicht einfach, an Ausnahmekönnern wie Ronaldo und Messi vorbeizukommen.

Xhaka pausiert im Ligacup

Die Afterparty haben die Stars ausgelassen. Die Privatjets der Clubs brachten sie noch am Abend zurück in die Heimat. Auch die Xhakas machten sich nach der offiziellen Show bald einmal auf den Heimweg, denn Arsenal-Trainer Arsène Wenger liess am Dienstagmorgen trainieren. Die Gala wird der Schweizer aber nicht so schnell vergessen. «Das war eine ganz, ganz schöne Erfahrung», sagt Xhaka, «und eine zusätzliche Motivation, noch mehr zu arbeiten, noch mehr in die Karriere zu investieren.»

Aber nicht schon am Dienstagabend im Ligacup. Wenger gönnt in der Begegnung gegen Norwich einigen Stammspielern, darunter auch Xhaka, eine Pause. So kommt es auch nicht zum Basler Duell zwischen Xhaka und Norwich-Verteidiger Timm Klose.

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