WM-Test in Luzern: Xhaka und Mehmedi gegen Jamaika?
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WM-Test in LuzernXhaka und Mehmedi gegen Jamaika?

Die Nati macht nach vier Trainingseinheiten im WM-Vorbereitungscamp in Weggis (LU) einen eingespielten Eindruck. Offen ist wohl lediglich die Position des Zehners.

von
ete

Wer spielt am Freitag gegen Jamaika? Granit Xhaka oder Admir Mehmedi oder beide? (Video: 20 Minuten)

Für wenige Sekunden vergessen die Nati-Kicker am Mittwochmorgen den Ball und das Training. Um kurz nach 11 Uhr donnert eine Formation der Patrouille Suisse zweimal über die Thermoplan Arena. Beeindruckt schauen die Spieler von Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld dem Spektakel am Himmel zu. Die Zuschauer applaudieren begeistert. Es ist ein Gruss an die WM-Fahrer und «ein Zeichen der Unterstützung», gibt Platzspeaker Andy Wolf, die wohl bekannteste Radiostimme der Innerschweiz, durch, «die ganze Schweiz steht hinter diesem Team.»

Die Jet-Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe gilt im In- und Ausland als Visitenkarte der Schweizer Armee. Wie auch die Schweizer Nati – lediglich auf anderer Ebene. Die Patrouille Suisse demonstriert Leistungsfähigkeit, Präzision und Einsatzbereitschaft der Schweizer Luftwaffe. Das wünschen sich die Fans auch von den WM-Fahrern in Brasilien.

Pause für Gavranovic und Von Bergen

18 Feldspieler und drei Torhüter feilen im vierten Training seit dem Start des Vorbereitungscamps letzten Sonntag an der WM-Form. Mario Gavranovic (Sprunggelenk) und Steve von Bergen (Rücken) mussten im Hotel bleiben. Tranquillo Barnetta (rekonvaleszent nach einem Muskelfaserriss) absolviert nur den ersten Teil des Trainings und auch Valon Behrami beendet zur Sicherheit die Einheit mit einem Physio. Für die anderen gilt es, Vollgas zu geben. Besonders auch für Granit Xhaka und Admir Mehmedi. Die beiden Bundesliga-Söldner kämpfen um den wohl letzten noch offenen Platz in der Startelf.

Bei Hitzfeld spielt Xhaka auf der Position des Spielmachers, obwohl er bei Gladbach im defensiven Mittelfeld eingesetzt wird. Als Sechser sind unter Hitzfeld Valon Behrami und Captain Gökhan Inler gesetzt. Mit Blerim Dzemaili und Gelson Fernandes hat der Lörracher auf dieser Position weitere gute Alternativen. Hitzfeld vertraut Xhaka, weil er dessen Qualität am Ball schätzt und weil er praktisch alle Qualifikationsspiele bestritten hat und die Automatismen spielen.

Automatismen gegen Form

Admir Mehmedi hat nach schwierigen Monaten bei Dynamo Kiew zuletzt beim SC Freiburg eine starke Saison hingelegt. Mit zwölf Saisontoren hat er bewiesen, dass er neben seiner Spielstärke und den läuferischen Qualitäten auch torgefährlich ist. Zudem spielte er bei den Breisgauern als hängende Spitze. «Da fühle ich mich am wohlsten und bevorzuge diese Position», sagt Mehmedi.

Und Xhaka? «Ich habe 28 Partien in der Bundesliga und ausser gegen Zypern auch alle Qualifikationsspiele gemacht. Konkurrenz hat man überall – in der Nati und auch im Klub. Aber Konkurrenz macht nur stärker und jeder Einzelne will sich zeigen.» Und beide sagen übereinstimmend: «Am Schluss entscheidet der Trainer.»

Einer oder beide?

Wie entscheidet sich Hitzfeld? Xhaka oder Mehmedi? Oder – zumindest in den Testspielen am Freitag (Jamaika) und Dienstag (Peru) – bringt er Xhaka und Mehmedi? Im Mittwoch-Training wählte Hitzfeld eine Variante, die für das Testspiel gegen die Mannschaft aus der Karibik durchaus eine Option sein könnte. Mehmedi übernimmt da in der offensiven Dreierkette im 4-2-3-1-System den Part von Valentin Stocker am linken Flügel, neben Xhaka im Zentrum. Shaqiri spielt wie gewohnt rechts. Als einzige Sturmspitze ist Josip Drmic gesetzt. 17 Saisontore in der Bundesliga für Nürnberg sind Bewerbung für diesen Posten genug.

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