Aktualisiert 02.10.2017 16:10

WM-Qualifikation

Xhakas Bewunderung für Ronaldo

Granit Xhaka ist im Kreis der Nationalmannschaft eingetroffen. Der Arsenal-Söldner äussert sich über den Portugal-Knüller und die Geldflut im europäischen Fussball.

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10. Oktober 2017Nach 90 Minuten musste sich die Schweiz Portugal mit 0:2 geschlagen geben. Es ist das einzige Gruppenspiel, welches die Nati nicht für sich entscheiden konnte.

10. Oktober 2017Nach 90 Minuten musste sich die Schweiz Portugal mit 0:2 geschlagen geben. Es ist das einzige Gruppenspiel, welches die Nati nicht für sich entscheiden konnte.

Keystone/Laurent Gillieron
Portugal gab gleich zu Beginn der Partie den Ton an und machte Druck auf das Tor von Sommer.

Portugal gab gleich zu Beginn der Partie den Ton an und machte Druck auf das Tor von Sommer.

AFP/Francisco Leong
Die Schweiz tat alles, um dagegenzuhalten. Dies gelang auch – bis kurz vor der Pause.

Die Schweiz tat alles, um dagegenzuhalten. Dies gelang auch – bis kurz vor der Pause.

Keystone/Laurent Gillieron

Das persönliche Timing stimmt, Xhakas Statistik in der Premier League liest sich gut: am meisten am Ball, aktuell mit 592 Pässen in England führend, in vier September-Wochen ungeschlagen. «Wir sind in Fahrt und haben die Spitze wieder im Visier», meldet der Skipper von FA-Cup-Sieger Arsenal. Mit seinem Status ist er zufrieden. «Aktuell gehöre ich in einem der grössten europäischen Clubs zum Stamm.»

Begnügen will sich der 25-Jährige mit seiner Londoner Rolle nicht. «Mich interessiert, wie ich noch mehr Fortschritte machen kann. Ich will weiter vorankommen», sagt der Arsenal-Star. Der Schweizer hat nicht nur seinen eigenen Weg im Kopf, ihn beschäftigt auch die internationale Positionierung von Arsenal. Die sofortige Rückkehr in die Champions League ist für ihn von grosser Bedeutung.

«Topstars für 400 bis 500 Millionen»

Dass die Konkurrenz inzwischen Rekordbeträge aufwirft, um die Topspieler anzulocken, ist Xhaka natürlich nicht entgangen. «Wenn ich mir überlege, dass ein Mittelfeldclub wie Everton in diesem Sommer über 200 Millionen Euro ausgeben kann, fehlen mir etwas die Worte.» Man City habe sogar 300 Millionen investiert.

Viele Clubs würden in der Klemme stecken und müssten die finanziellen Schmerzgrenzen ausloten. Im Kampf um einen Klasse-Spieler «ist unterhalb der 100-Millionen-Limite wohl sehr bald nichts mehr zu machen». Xhaka hält es angesichts der Geldflut für möglich, «dass in zwei, drei Jahren die absoluten Topstars für 400 bis 500 Millionen transferiert werden».

Ronaldo-Bewunderung und Petkovic-Bekenntnis

Einem jener ganz Grossen im Weltfussball steht Xhaka am Dienstag in einer Woche gegenüber: Cristiano Ronaldo, dem Captain des Europameisters. «Ich bewundere ihn. Er ist ein einzigartiger Spieler. Mit ihm ist Portugal eine komplett andere Mannschaft.» Jeder Mitspieler trete mit 5 Prozent mehr Selbstvertrauen an, so Xhaka. «Er ist nicht Portugal, aber Portugal ist Ronaldo.» Aus Sicht der Schweiz stehe viel auf dem Spiel. «Die Begegnung in Lissabon wird aufzeigen, wie viel Fortschritte wir tatsächlich gemacht haben. Wir müssen dieses Spiel vorbereiten, als würden wir um einen Titel spielen.»

Die Einheit, die Solidarität werde am Ende ausschlaggebend sein, ist sich Xhaka sicher. Diese Haltung sei ein Verdienst von Vladimir Petkovic. Die Arbeit des Tessiners schätzt der zentrale Mittelfeldspieler enorm. «Es wäre ein grosser Fehler gewesen, mit ihm nicht zu verlängern.» (sda)

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