Aktualisiert 15.07.2014 11:05

SchaufensterpuppenXXL-Brüste, Schamhaar und Magersucht

Mannequins aus aller Welt in allen Grössen und Formen: Von mager bis kräftig gebaut, mal mit Riesenbrüsten oder mit dichtem Schamhaar - die regionalen Unterschiede sind deutlich.

von
mec

Schaufensterpuppen ändern sich nicht nur im Laufe der Zeit, sie unterscheiden sich auch in der Physiognomie je nach Land oder Erdteil. In Südamerika scheint man Schaufensterpuppen zu mögen, die mit Riesenbrüsten ausgestattet sind, wie sie vom kosmetischen Chirurgen geformt werden.

Im Süden der USA mag man die Oberweite ähnlich gross, aber die Mannequins sind dort deutlich natürlicher geformt. Die meisten Puppen tragen Grösse 34 bis 36, während der Durchschnitt in Nordamerika eher 38 bis 40 trägt. Immerhin nehmen die Puppen so nicht die gängigsten Grössen aus dem Gestell.

Sichtbare Wirbelsäulen und Schlüsselbeine

Während man Grösse 34 bis 36 als erstrebenswert ansieht, sorgen Schaufensterpuppen, die nach unterernährten Menschen geformt sind, regelmässig für einen Aufschrei. 2010 erwischte es die Kleiderläden von Gap, in denen die Schaufensterpuppen streichholzdünne Beine zeigten. Auch die Schaufenster von La Perla und Club Monaco in Manhattan wurden geschmäht wegen der Puppen mit deutlich sich abzeichnenden Wirbelsäulen und bis zu den Schultern sichtbaren Schlüsselbeinen.

Das pure Gegenteil in Schweden: Dort vertreibt der Hersteller Hindsgaul sogenannt naturalistische bis zu Plus-Size-Mannequins mit grossem Erfolg. Die Schaufensterpuppen sind geformt wie richtige Frauen: mit einem Bäuchlein und etwas Speck auf Hüften und Oberschenkeln. Offenbar sind die Puppen über Schweden hinaus ein Riesenerfolg.

Und dann gibt es noch die schrägen Puppen: Menschenkörper mit dem Kopf vom grossen, bösen Wolf, Puppen mit Gesichtern von US-Präsidenten, Zombies, Aliens, Zwergen und lachenden Menschen. Noch vielfältiger, als es die Menschen schon sind.

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