Aktualisiert 30.06.2009 21:19

FussballYakin gibt nur neben dem Feld Gas

Hakan Yakin (32), der gestern seinen Dienstwagen in Empfang nehmen durfte, fühlt sich beim FC Luzern pudelwohl. Das Theater um seinen Transfer nimmt er gelassen.

von
Andy Huber

Manchmal, beim Dehnen im Training, sinniert Yakin, beobachte er das Panorama um sich herum und sage sich: «Die Schweiz ist schon wunderschön.» Kein Zweifel, der 76-fache Internationale ist nach seinem Wüstentrip endgültig in der Innerschweiz angekommen. «Wir haben eine super Atmosphäre im Team. Das motiviert mich unheimlich. Ich habe lange nicht mehr mit so viel Freude gearbeitet.»

Dies fällt auch Trainer Rolf Fringer auf: «In den Tagen, seit denen Hakan bei uns weilt, ist er regelrecht aufgeblüht. Er hat sich schon bestens integriert – und zeigt keine Allüren. Und über seine spielerische Klasse müssen wir nicht reden. Die Teamkollegen können in jeder Beziehung von ihm profitieren.»

Alles eitel Wonne in der Stadt am Pilatus? Nicht ganz. Denn die Scheichs von Al Gharafa würden ihrem Ex-Söldner, der seit gestern Besitzer eines Mercedes der E-Klasse ist, am liebsten den Benzinhahn abdrehen. Gemäss «Blick» behauptet der Klub, dass Yakin immer den Lohn erhalten habe – also entgegen anderer Aussagen kein Vertragsbruch von Al Gharafa vorliege. «Es scheint mein Schicksal zu sein, dass ich seit Jahren immer für Probleme bei meinen Transfers sorgen soll», schmunzelt Yakin. Im Ernst: Hat er sein Salär erhalten? «Wenn ich etwas sammle, dann meine Kontoauszüge ...», sagt Yakin und fügt energisch an: «Aber eigentlich will ich mich jetzt ausschliesslich auf den sportlichen Bereich konzentrieren und dem Team helfen.»

Wie auch immer: Die «Causa Yakin» liegt längst bei den Anwälten der beiden Parteien und dürfte bald zum Juristenfutter für die Fifa werden. Und solange die Spielberechtigung für die Super League nicht vorliegt, darf Yakin nur neben dem Spielfeld Gas geben.

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