Keine Gegentore – Yakin stellt Rekord als Nati-Trainer auf – und lobt Embolo als «brillant»
Publiziert

Keine GegentoreYakin stellt Rekord als Nati-Trainer auf – und lobt Embolo als «brillant»

Nati-Trainer Murat Yakin freut sich nach dem Litauen-Sieg über den sicheren zweiten Gruppenplatz. Die Nati gehe nun mit Selbstvertrauen in Richtung Italien-Kracher.

von
Tobias Wedermann
(Vilnius)

Nati-Stürmer Breel Embolo erzielte das 1:0 mit einem wuchtigen Kopfball.

SRF

Darum gehts

  • Die ersten vier Pflichtspiele ohne Gegentor. Das gelang noch keinem Nati-Trainer.

  • Murat Yakin freut sich darüber und schaut schon in Richtung Italien-Kracher.

  • Zudem lobt er Stürmer Breel Embolo: «Er war brillant.»

Sechs Punkte, sechs Tore und weiterhin kein Gegentor – die Nati hat gegen Nordirland und Litauen ihre Pflicht erfüllt. Erfreulich für Trainer Murat Yakin: Noch nie ist es einem Nati-Trainer gelungen, kein Gegentor in den ersten vier Pflichtspielen zu kassieren. «Das freut mich natürlich als Trainer und bestimmt freut es auch Yann Sommer, der das nicht gewohnt war», sagt Yakin nach dem 4:0-Sieg gegen Litauen am Dienstagabend. Dies bedeute aber nicht, dass man unter ihm nun defensiver spielen würde. «Die Verteidigung fängt vorne an und wir haben die Spieler dafür.»

Generell ist der 47-Jährige zufrieden über die zweite Nati-Phase unter seiner Leitung. «Im September haben uns gegen Italien und Nordirland einige Spieler gefehlt, die nun teilweise zurückgekehrt sind und man hat diesen Effekt gesehen.» Damit meint Yakin etwa Xherdan Shaqiri oder Breel Embolo. Letzterer bereitete gegen Nordirland beide Tore vor und erzielte zwei Tore gegen Litauen am Dienstag. «Bei Breel sieht man sehr gut, was Spielrhythmus, Fitness und Tore auslösen können – er war brillant.» Es sei nun aber auch wichtig, dass die Spieler in den kommenden Wochen in ihren Clubs weiter im Rhythmus bleiben, gute Spiele abliefern und vor allem gesund bleiben.

Ob Embolo in den kommenden Spielen im Sturmzentrum wieder für Haris Sefervoic Platz machen muss, ist aufgrund der aktuellen Leistungen eher unwahrscheinlich. «Haris Seferovic muss zuerst fit sein, Spiele machen und Toraktionen generieren. Das ist für einen Stürmer enorm wichtig», so Yakin.

«Wir gehen mit Selbstvertrauen nach Rom»

Am 12. November wartet dann der Final um den Gruppensieg gegen Europameister Italien. «Wir gehen mit Selbstvertrauen nach Rom. Die Italiener werden unter Druck sein Zuhause.» Wenn man die Null lange halten könne, wenig Fehler zulasse und eine starke Laufleistung an den Tag lege, habe die Schweiz gute Chancen für ein erfolgreiches Resultat in Italien. «Ich freue mich aber auch, dass wir den zweiten Platz bereits zwei Spiele vor Schluss fixen konnten», so Yakin. «Das haben vermutlich nicht alle gedacht.» Je nach Ausgang zwischen der Partie Nordirland und Italien sowie beim zweiten Schweizer Spiel in Luzern gegen Bulgarien würde der Nati theoretisch gar ein Unentschieden gegen Italien reichen für den Gruppensieg. Aktuell haben beide Teams 14 Punkte, die Schweiz hat jedoch zwei Tore weniger erzielt.

Matchwinner Breel Embolo blickte nach dem Litauen-Spiel ebenfalls direkt in Richtung Italien-Kracher bei SRF: «Wir haben nun alles in den eigenen Füssen, um Platz eins in der Gruppe zu erreichen.»

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

27 Kommentare