Aktualisiert 16.05.2010 21:54

FC ThunYakins unerwarteter Coup

Murat Yakin hats gerichtet: Der Jungtrainer führt den FC Thun zurück in die Super League. Für viele unerwartet, für ihn nicht.

von
Peter Berger/Nora Camenisch
Kein Champagner: Thun-Trainer Murat Yakin hält einen leeren Pokal in den Händen.

Kein Champagner: Thun-Trainer Murat Yakin hält einen leeren Pokal in den Händen.

«Hurra, mir si im A», stand 2002 beim letzten Aufstieg auf den T-Shirts des FC Thun. Am Samstag fehlten die Aufstiegsleibchen. Andres Gerber: «Wir hatten nicht mal Champagner dabei.» Der Sportchef gesteht: «Wir waren völlig unvorbereitet.»

Der Coup ist vor allem Murat Yakin zu verdanken. «Es gibt wenige Trainer, die das geschafft hätten», lobt Gerber. In seinem ersten Jahr als Profitrainer hat Yakin das Maximum herausgeholt. «Wir waren in der Liga die qualitativ beste Mannschaft und haben unser Ziel vor allem mit jungen Spielern erreicht – und dazu noch schönen Fussball gespielt», freut sich Yakin. Geglaubt hat er immer daran. Als einziger hat er eine Aufstiegsprämie im Vertrag: «Alles ist auf den Erfolg ausgerichtet.»

Auch Markus Stähli plante den Aufstieg, «aber erst 2011». Der Präsident gibt zu: «Wir haben viele junge Spieler, denen ein Jahr in der Challenge League gutgetan hätte, das neue Stadion wird erst 2011 eröffnet. So kommt der Aufstieg sportlich, finanziell und infrastrukturmässig zu früh.» Aber Stähli sagt auch: «Vielleicht ist es einfacher, in einem Jahr nicht abzusteigen, als aufzusteigen. Denn Servette, Vaduz oder Winterthur wollen sicher nach oben.» Die Thuner erhöhen das Budget von 4,5 auf mindestens 6 Millionen Franken.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.