Aktualisiert 30.05.2009 21:51

Patientenstelle fordert

Yasmin-Pille soll verboten werden

«Die Behörden müssen das Medikament vom Markt nehmen. Swissmedic muss jetzt genau abklären, welches Risiko junge Frauen mit der Einnahme der Pille Yasmin eingehen», fordert Erika Ziltener, Präsidentin Dachverband Schweizerischer Patientenstellen.

Ärzte sollen diese Pille nicht mehr verschreiben, bis das Risiko seriös abgeklärt ist. «Dies auch, weil wir davon ausgehen müssen, dass das Schicksal der 18-jährigen Céline nur die Spitze des Eisbergs ist», sagt sie.

Nationalrat befasst sich mit Thema

Nun beschäftigt sich auch die nationalrätliche Gesundheitskommission mit den Vorfällen. «Swissmedic hat es versäumt, transparent zu informieren», kritisiert Präsident Jürg Stahl (SVP/ZH). Just vor zwei Wochen musste Swissmedic bei der Kommission antreten, um über ihre Tätigkeiten zu informieren. Die überdurchschnittlich hohe Anzahl von Thrombosefällen mit Yasmin war kein Thema. Stahl fordert nun eine genaue Untersuchung der Fälle: «Swissmedic muss jetzt handeln und bei den Versicherern alle Thrombosefälle analysieren. Die Bevölkerung hat ein Recht auf Information.»

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