Aktualisiert 27.10.2009 14:20

StinkefingerYB-Doumbia: Wohl nur zwei Sperren

Topskorer Seydou Doumbia muss wohl nur mit zwei Spielsperren rechnen. Der YB-Stürmer hatte GC-Verteidiger Kay Voser bei der 1:2-Pleite den Stinkefinger gezeigt. Für YB hat sich die Sache bereits erledigt.

von
Peter Berger

Schiedsrichter Massimo Busacca war im September für seinen ausgestreckten Mittelfinger gegen die YB-Fans mit drei Spielsperren belegt worden. Die Schiedsrichter-Kommission des SFV, die die Strafe aussprach, behandelte dabei den Referee angeblich wie ­einen Spieler. Deshalb wird nun allgemein angenommen, dass Doumbias Aktion mit dem gleichen Strafmass sanktioniert wird.

Doch Urs Studer, Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League, hält fest: «Im Reglement steht, dass Unsportlichkeiten gegenüber Gegenspielern im Normalfall mit mindestens zwei Sperren geahndet werden.» Studer tritt als Berner in Zusammenhang mit YB in den Ausstand und behandelt den Fall nicht. Stellvertreter Marc Juillerat muss nun beurteilen, wie stark Doumbia vor der Aktion provoziert worden war, und nachher das Strafmass festlegen. Gut möglich, dass Doumbia weniger hart bestraft wird als Busacca.

Die YB-Verantwortlichen haben den Goalgetter bereits vorgeladen. Der Liga-Top­skorer (13 Treffer) sagte, Voser habe ihn als «Hurensohn» beleidigt. «Doumbia hat aber seinen Fehler eingesehen und sich dafür entschuldigt», sagt Alain Baumann. Damit würde der Sportchef die Sache am liebsten auf sich beruhen lassen: «Klar, eine solche Geste gehört sich nicht, vieles andere aber auch nicht. Ich gehe deshalb davon aus, dass Doumbia nicht gesperrt wird.»

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