Trotz Niederlage: YB-Fans stehen noch hinter Gross
Aktualisiert

Trotz NiederlageYB-Fans stehen noch hinter Gross

YB befindet sich im Tiefflug, der Meistertitel ist in weite Ferne gerückt. Bei den Fans macht sich nun Katerstimmung breit.

von
Nora Camenisch
Wird noch nicht denunziert: YB-Coach Christian Gross. Foto: key

Wird noch nicht denunziert: YB-Coach Christian Gross. Foto: key

«Die Grundstimmung ist ne­gativ», sagt Adrian Werren von Gäubschwarzsüchtig, dem Dachverband der YB-Fanklubs. Denn nach dem verlorenen Spiel im Basler Joggeli vom Samstag ist der Abstand zu ­Tabellenleader FCB auf neun Punkte angewachsen. «Die Hoffnung auf den Meistertitel ist nun weg», so Werren. Dabei glaubte ganz Bern Anfang Saison an den Erfolg. «Dass Christian Gross immer wieder als Titelgarant geführt wurde, hat die Hoffnungen noch verstärkt.»

Mit mehr gerechnet hat auch YB-Fan David Schläppi. «Ich habe mir einen schwarz-gelben Meistertitel erhofft», sagt er. Für Brian Ruchti und Simon Klopfenstein vom YB-Radio Gelbschwarz stellt sich die ­Trainerfrage aber nicht. «Wir stehen hinter Christian Gross», ­sagen die beiden Radiomacher. «Klar, bin ich enttäuscht, aber die Erwartungen waren einfach zu hoch», so Klopfenstein. «Wir sind YB-Fans, wir leben von der Hoffnung. Jetzt liegt unser ­Fokus auf dem Cup», ergänzt Ruchti.

Auch für Werren ist klar, dass es nun Geduld braucht: «In Basel hat Gross auch drei Jahre bis zum ersten Titel gebraucht.»

SCB und Servette: Scharmützel

Nicht alle Sportver­anstaltungen verliefen am ­Wochenende friedlich. Nach dem SCB-Match in Biel musste am Freitag gar die Feuerwehr aus­rücken, weil Berner Anhänger im Bahnhof Biel Pyromaterial ge­zündet hatten. Dadurch bildete sich dichter Rauch. Nach dem Spiel beschädigten SCB-Anhänger zudem zwei Busse. Mehrere Personen wurden festgenommen. Auch in Thun kam es nach dem Fussballspiel vom Samstag gegen Servette zu Scharmützeln. Nachdem ein Mann von der Polizei überprüft wurde, bewarfen 20 bis 30 Servette-Anhänger die Polizei mit ­Flaschen, Steinen und Pyros. Die Kapo reagierte mit Gummischrot.

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