Aktualisiert 29.06.2011 08:31

Transfergewinn verplantYB fehlt Geld für neue Spieler

Senad Lulic und Thierry Doubai sind verkauft. Aber diese Einnahmen kann YB nicht für neue Spieler wie Nassim Ben Khalifa einsetzen. Der Klub wird zudem seine Restposten nicht los.

von
Peter Berger

«Leider ist es nicht so, dass uns die beiden Abgänge den Zuzug von Ben Khalifa finanzieren», hält YB-CEO Ilja Kaenzig fest. Geschätzte 7 Millionen Franken dürften die Verkäufe von Lulic (Lazio Rom) und Doubai (Udinese) einbringen. «Aber dieses Geld ist schon verplant. Es fliesst in die laufende Rechnung, um den Stadionbetrieb zu gewährleisten.»

Deshalb ist Kaenzig weiter auf den Verkauf von Spielern wie etwa Ammar Jemal und allenfalls auch Emiliano Dudar angewiesen. Bloss befindet er sich in der Zwickmühle. Es gibt ausländische Interessenten an Jemal (Stoke City?), doch die haben keine Eile, weil dort die Saison erst im August startet. «Doch wir müssen unsere Hausaufgaben in zehn Tagen abgeschlossen haben, damit Trainer Christian Gross mit dem vollständigen Kader arbeiten kann.» Kaenzig ist deshalb bemüht, «andere Lösungen zu suchen».

Zum Beispiel Vorschuss von den Investoren zu erhalten? «Das wird diskutiert, aber ich kann nicht jedes Mal die hohle Hand machen.» Deshalb ist die Ausleihe des U21-Internationalen Ben Khalifa (Wolfsburg) immer noch nicht fix. Auch für einen neuen Innen- und Aussenverteidiger fehlt das Geld.

Als schwierig erweist sich zudem der Verkauf von Restbeständen wie Issam Mardassi (Tun/30), Youssouf Traoré (Elf/20), Matar Coly (Sen/26) oder Hassan Lingani (Elf/23). Letzterer verletzte sich gestern und fällt erneut mehrere Monate aus. «Diese belasten unser Budget mit mehr als einer Million Franken.»

Geld fehlt Kaenzig auch, um mit dem «Fall Ja-Cheol Koo» an die Fifa zu gelangen. Mit dem Südkoreaner hatte YB im Winter bereits einen Vertrag, bevor er im letzten Moment in die Bundesliga zu Wolfsburg wechselte. «Um das Verfahren einzuleiten, sind 400 000 Euro nötig», sagt Kaenzig. «So viel Vorschuss haben wir im Moment nicht. Aber wir haben zwei Jahre Zeit, um den Fall bei der Fifa anzumelden.» Noch immer hofft der Boss, einmal Schadenersatz für den verpassten Deal zu erhalten.

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