Aktualisiert 15.02.2006 23:07

YB gab Thunern das Stadion erst mit Verspätung frei

Skandal vor dem Uefa-Cup-Spiel in Bern: Bis YB gestern den Wankdorf-Rasen für Thun räumte, dauerte es 30 Minuten.

Die Thuner Verantwortlichen trauten ihren Augen nicht. Anders als bisher in den Champions-League-Partien gab YB, das am Sonntag im Lachen gastiert, den Oberländern am Vortag der Partie gegen den HSV seine Garderobe im Stade de Suisse nicht mehr frei.

Als «nicht fair, nicht korrekt und nicht akzeptabel» bezeichnete Sportchef Walter Ammann danach aber die Tatsache, dass YB während einer halben Stunde noch gleichzeitig wie Thun im Stadion trainierte. «YB hatte uns vorher angefragt, ob wir das Training verschieben könnten, wir haben Nein gesagt», so Ammann. «Schliesslich bezahlen wir Miete.» Präsident Kurt Weder informierte unverzüglich Stadionmanager Stefan Niedermaier. «Eine Fehlleistung von YB. Herr Niedermaier hat sich sofort entschuldigt», so Weder.

Der FC Thun steht derzeit auch ohne den gestrigen Affront im Gegenwind. Ammann gesteht: «Wir haben zuletzt unsere Oberländer Bescheidenheit nicht mehr an den Tag gelegt.» Im «Thuner Tagblatt» hagelte es nach dem abgekarteten Spiel mit Urs Schönenberger Leserbriefe. Neben Ammann wurde vor allem Weder scharf angegriffen und zum Rücktritt aufgefordert. Mit den Vorwürfen konfrontiert, meinte der Präsident: «Das interessiert mich nicht. Ich habe im Moment keine Zeit, um Zeitungen zu lesen, und muss andere Probleme lösen.»

Peter Berger

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