Endspurt: YB nimmt die Meisterprüfungen ab
Aktualisiert

EndspurtYB nimmt die Meisterprüfungen ab

In der Super League startet die Woche der Vorentscheidungen. Sowohl der FC Zürich als auch der FC Basel müssen innert einer Woche zur Meisterprüfung gegen die Young Boys.

von
Eva Tedesco

Der Meisterpoker geht am Dienstag im Letzigrund los, wenn der FC Zürich zu Hause die Berner Young Boys empfängt und der FC Basel einen Tag später an den Neuenburger See reisen muss. Nur drei Tage später haben dann die Rotblauen YB im St. Jakob-Park zu Gast. Dank dem Halbfinal im Schweizer Cup am Ostermontag haben die Stadtzürcher bis zu ihrem Spiel gegen Xamax bis 28. April Zeit, in der Liga durchzuschnaufen.

Spannender hätte es der Computer, der die Spielpläne ausspuckt, nicht machen können, zumal ihm Zürich und Basel quasi in die Software gespielt haben. Der komfortable 7-Punkte-Vorsprung der Bebbi auf deren Verfolger ist in den letzten beiden Runden geschmolzen, wie ein Schneeball im Hochofen. Nach einem respektablen 3:3 des FCB in Runde 28 in Bern liess der Leader im Schweizer «Clásico» gegen Erzrivale GC (2:2) am Wochenende wieder Federn, während der FCZ erst im Derby (1:0) und am Samstag in Sitten (2:0) souverän sechs Punkte einfuhr. So beträgt der Abstand zwischen dem Tabellenersten und seinem Verfolger vor der Meisterprüfung der beiden Spitzenreiter gegen den Drittplatzierten aus Bern noch drei Punkte.

Basler Enttäuschung und Hoffnung

«Ich hoffe, dass GC auch gegen die anderen so stark spielt, wie gegen uns», sagte Gilles Yapi nach dem Remis am Sonntag gegen GC und konnte seine Enttäuschung über die zwei verlorenen Punkte nur schwer verhehlen. Das offensiv ausgerichtete Spiel der Basler sei nun mal mit etwas mehr Risiko behaftet, so der ehemalige Young Boy, der zwar auch insgeheim hofft, dass die Berner gegen den FCZ vielleicht etwas ausrichten können, schliesslich habe sein ehemaliger Klub «einen Lauf». Rechnen mag Yapi (noch) nicht. «Das Spiel im Letzigrund können wir nicht beeinflussen. Wir konzentrieren uns nur auf uns. Es sind acht Runden zu spielen und wir haben noch alles in der eigenen Hand – nur das zählt», so der Mittelfeldspieler.

Ein kleines bisschen Schadenfreude?

Des einen Freud, des andern Schadenfreude? Konnte Yapi seine Enttäuschung nach dem Remis in den Katakomben des Joggeli noch einigermassen verbergen, sprach Ancillo Canepa zur gleichen Zeit als Teleclub-Studiogast offen aus, was sein FCZ zu Hause vor dem Bildschirm wohl gedacht haben muss. «Ich bin nicht ganz unglücklich, wie das Spiel gelaufen ist. Kompliment an GC», so der FCZ-Präsident lächelnd. Canepa gab aber auch zu, dass sein FCZ in den letzten Jahren gegen die Gelbschwarzen aus der Hauptstadt immer wieder Mühe bekundet habe.

22.08.2010: YB - FCZ

In den letzten zehn Begegnungen konnte der FCZ gegen YB lediglich zwei Siege erzielen, bei einem Remis und sieben Niederlagen. Die Letzte erst am 13. Februar: ein 2:4 in Bern. Negativ ist die Zürcher Bilanz auch aus den letzten vier Heimspielen: Auf ein Remis folgten zwei Niederlagen und ein einziger Heimsieg.

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FCB-Spieler glaubten wohl den Medienberichten

Die Meisterschaft ist neu lanciert. Für Aussenstehende, nicht aber für FCB-Trainer Thorsten Fink. «Viele Leute von aussen haben geglaubt, dass wir schon Meister sind. Einige meiner Spieler haben die Zeitungen wohl gelesen und das geglaubt, was da geschrieben wurde.» Der Deutsche weiter: «Ich habe immer gesagt, dass wir nicht vorzeitig Meister werden und bis am Schluss kämpfen müssen. Und zwar mit hundertprozentiger Konzentration, Leistung und Aggressivität – sonst werden es harte letzte Wochen ...»

Eine davon hat begonnen: Mit der Meisterprüfung der Zürcher und Basler gegen YB.

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