YB-Wunschkandidat Latour: «Ich bin nicht verfügbar»
Aktualisiert

YB-Wunschkandidat Latour: «Ich bin nicht verfügbar»

Die Berner Klubs YB und Thun sind in der Krise. Die Sportchefs wirbeln: Marcel Hottiger sucht einen Coach, Reto Gertschen vorerst einen Assistenztrainer.

Bis am Donnerstag will Marcel Hottiger seine Auslegeordnung für die Nachfolge von Gernot Rohr reduziert haben. «Nach dem Cup-Spiel am Freitag gegen Xamax haben wir zwei Wochen Pause. Das ist der ideale Zeitpunkt, um den neuen Trainer einzusetzen», so der YB-Sportchef.

Sicher ist: Interimscoach Erminio Piserchia betreut das Team noch gegen die Neuenburger, und Uwe Rapolder und Hanspeter Latour werden nicht YB-Trainer. Latour war ein Wunschkandidat. «Er wäre im sportlichen Bereich ein richtiger Mister YB gewesen», bestätigte Hottiger. Aber der Berner hat abgesagt: «Ich bin nicht verfügbar. Ich habe in Köln einen klaren Auftrag, und den möchte ich erfüllen.»

Kölns Manager Michael Meier liess zudem verlauten, dass man Latour ohnehin nicht ziehen gelassen hätte. Als aussichtsreichster Kandidat gilt nun Murat Yakin. Martin Trümpler oder René van Eck könnten ihn mit den nötigen Diplomen unterstützen.

In Thun sucht Reto Gertschen nach dem Rauswurf von Adrian Kunz einen neuen Assistenten für Trainer Heinz Peischl. «Kurzfristig organisieren wir uns intern», so Gertschen. Neben Goalietrainer Andreas Hilfiker könne etwa auch U21-Coach Hansruedi Baumann einspringen. Gertschen und Hilfiker offerierten gestern dem Team ihren (verspäteten) Einstands-Apéro. «Ohne Alkohol», betonte Gertschen. Verliert Thun im Cup in Meyrin oder danach gegen Aarau, muss Gertschen wohl auch auf Trainersuche.

Peter Berger

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