US-Notenbank: Yellen übernimmt das Fed-Zepter
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US-NotenbankYellen übernimmt das Fed-Zepter

Janet Yellen hat auf dem Chefsessel der US-Notenbank Platz genommen. Sie ist die erste Frau, welche die mächtigste Nationalbank der Welt führt.

Die mächtigste Notenbank der Welt hat erstmals eine Frau an ihrer Spitze. Die Volkswirtin Janet Yellen hat am Montag offiziell ihr Amt als Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) angetreten. Sie muss die beispiellose Krisenpolitik der US-Notenbank zurückfahren, ohne die Märkte zu verängstigen.

Die 67-Jährige wurde in Washington feierlich im Sitzungssaal des Gouverneursrates vereidigt. Sie ist die erste Frau auf dem Posten in der 100-jährigen Geschichte der mächtigen Zentralbank. Yellen übernimmt das Amt von Ben Bernanke, dessen Vertrag am vergangenen Freitag nach acht Jahren auslief.

An der Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter der Zentralbank sowie Yellens Ehemann, der Wirtschaftsnobelpreisträger George Akerloff, teil. Eine Ansprache hielt sie nicht. Die gebürtige New Yorkerin war bislang Bernankes Stellvertreterin. Experten erwarten, dass sie seinen Kurs fortsetzt.

Derzeit reduziert die Fed schrittweise ihre milliardenschweren Käufe von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren. Dies wird als langsamer Ausstieg aus der Politik des extrem lockeren Geldes verstanden, die nach der Wirtschaftskrise ergriffen wurde. Der Leitzins hingegen bleibt auf dem historischen Tiefstand zwischen null und 0,25 Prozent – bis die Konjunktur deutlich stabiler ist.

US-Präsident Barack Obama hatte die Ex-Wirtschaftsprofessorin im Oktober vergangenen Jahres nominiert, nachdem sein Wunschkandidat Larry Summers nach erheblichem Widerstand seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Der Senat hatte Yellens Berufung im Januar mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Ihre erste Amtszeit läuft bis zum 3. Februar 2018, kann aber jederzeit verlängert werden.

Bernanke hat derweil beim renommierten Washingtoner Institut Brookings angeheuert, wie am Montag bekannt wurde. In der Wirtschaftsabteilung des Thinktanks solle er bei der Aufarbeitung der jüngsten schweren Wirtschaftskrise mithelfen. Da er als Fed-Chef an vorderster Front gestanden habe, sei er für die Aufgabe perfekt geeignet, teilte Brookings mit. (sda)

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