Aktualisiert 14.07.2009 18:11

Schwarze ListeYemenia wird nicht verboten

Die EU hat die umstrittene jemenitische Fluggesellschaft Yemenia nicht auf ihre Schwarze Liste gefährlicher Fluggesellschaften gesetzt. Beim Absturz eines Flugzeugs von Yemenia waren vor rund zwei Wochen 152 Menschen vor den Komoren ums Leben gekommen.

Die EU-Kommission arbeite im Fall Yemenia weiter daran, «die Situation zu verstehen», teilte ein Sprecher von Verkehrskommissar Antonio Tajani bei der Präsentation der Liste am Dienstag in Brüssel mit. «Es ist nicht ein Unfall, der darüber entscheidet, ob eine Gesellschaft auf die Liste kommt», hatte Tajani vergangene Woche gesagt.

Mit einem Flugbann in der EU wurden aber Airlines aus dem afrikanischen Sambia und aus Kasachstan belegt. Bei Kasachstan ist die Luftverkehrslinie Air Astana ausgenommen, die unter strikten Beschränkungen fliegen darf.

Nach Druck der indonesischen Regierung hob die EU das Flugverbot für Maschinen aus diesem asiatischen Land auf. Es gebe dort erhebliche Sicherheitsverbesserungen und Fortschritte, schrieb die Kommission. Vier indonesische Airlines dürfen nun wieder landen.

Nach einer Serie von Unfällen hatte die EU indonesische Fluggesellschaften im Sommer 2007 auf die Schwarze Liste gesetzt. Unter anderem waren bei einer Bruchlandung einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Garuda im März 2007 in Yogyakarta 21 Menschen ums Leben gekommen. Auf der Schwarzen Liste stehen über 250 Fluggesellschaften.

(sda)

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