Keine Reue: Yettaw würde Suu Kyi wieder besuchen
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Keine ReueYettaw würde Suu Kyi wieder besuchen

Der in Burma freigelassene Amerikaner John Yettaw bereut seinen ungebetenen Besuch bei Oppositionsführerin Suu Kyi offenbar nicht. Er würde es noch «hundert Mal» tun, sagte er am Mittwoch bei der Ankunft in den USA über sein Eindringen in Suu Kyis Anwesen.

Die Friedensnobelpreisträgerin, die unter Hausarrest stand, und zwei ihrer Mitarbeiter wurden wegen Yettaws Besuch zu Haftstrafen verurteilt. «Es bricht mir das Herz, dass sie sie wieder eingesperrt haben», sagte Yettaw der Nachrichtenagentur AP.

Schuld an Haftverlängerung

Suu Kyis Haftstrafe wurde in eine Verlängerung ihres Hausarrests um 18 Monate umgewandelt. Nach Angaben ihres Anwalts Nyan Win sagte die Oppositionsführerin, dass es sehr bedauerlich sei, dass die Person, die das Problem verursacht habe, freigelassen werde, die drei Menschen im Haus aber weiter gefangen blieben. Suu Kyi war 14 der vergangenen 20 Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest.

Yettaw, ein Mormone, hat während des Prozesses in Burma angegeben, dass er eine Vision hatte und Suu Kyi vor einem Attentat warnen wollte. Der in Burma zu sieben Jahren Haft verurteilte 53-Jährige hatte am Sonntag das Land verlassen dürfen, um über Thailand in die USA zurückzukehren, wo er am Mittwoch eintraf. US-Senator Jim Webb hatte seine Freilassung bei der Militärjunta erwirkt. Yettaw war Anfang Mai über einen See zur Villa Suu Kyis geschwommen. Suu Kyi wurde daraufhin beschuldigt, mit der zeitweiligen Aufnahme des US-Bürgers gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstossen zu haben. (dapd)

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