Ylenia: Polizei dementiert Medienspekulationen
Aktualisiert

Ylenia: Polizei dementiert Medienspekulationen

Die fieberhafte Suche nach der vermissten Ylenia aus Appenzell ist auch am Donnerstag ohne Erfolg geblieben. Dementiert wurden Medienberichte wonach der Kidnapper im Gegensatz zu den Fahndungsfoto zur Tatzeit keinen Bart trug.

Am Donnerstag wurde die Polizei von 110 Angehörigen der Armee unterstützt. Es handelte sich dabei um Berufspolizisten der Militärischen Sicherheit und junge Durchdiener. Sie durchkämmten einen Wald zwischen Niederwil SG und Gossau SG. Die Armee wird am Freitag höchstwahrscheinlich nicht mehr dabei sein bei der Suche.

Mutmasslicher Täter trug Bart

Die St. Galler Kantonspolizei dementierte am Donnerstag in einem Communiqué einen Bericht im «Blick», wonach der mutmassliche Täter im Gegensatz zu den Fahndungsfotos am Tag der Tat keinen Vollbaart mehr trug, sondern glatt rasiert war. Sie nahm ebenfalls Bezug auf einen Bericht, wonach der 67-Jährige am 31. Juli in Walde SG gewesen sei.

Dies könne zwar nicht ausgeschlossen werden, müsse aber eher in Frage gestellt werden. Denn für die gleiche Zeit liege ein als konkreter zu bewertender Hinweis vor, wonach sich der Von Aesch mit Ylenia in Weinfelden aufgehalten haben soll. An diesem Ort wurde von der Thurgauer Polizei nach dem Kind gesucht.

Mahnfeuer für Ylenia

Die Appenzell Innerrhoder Kantonsverwaltung bestätigte eine Meldung im «Appenzeller Volksfreund», wonach am Donnerstagabend im Wohnquartier Ylenias ein Mahnfeuer angezündet werde. Die Mutter des vermissten Kinds hat dafür ausdrücklich ihr Einverständnis gegeben.

Soko Rebecca

Ob der Entführer Ylenias mit Kindern, die in den achtziger Jahren in der Schweiz verschwanden oder tot aufgefunden wurden, etwas zu tun gehabt hatte, prüft nun die Sonderkommission (Soko) Rebecca. Sie befasst sich mit rund einem Dutzend solcher Fälle.

Von Medien wurde der Fall Ylenia auch mit dem Fall der kleinen Madeleine McCann, die Anfang Mai an der Algarve in Portugal spurlos verschwand, in Zusammenhang gebracht. Dazu heisst es bei der St. Galler Polizei, der Fall Ylenia sei Interpol gemeldet worden.

(sda)

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