Waffengesetz: Yoko Ono twittert Foto von Lennons blutiger Brille
Aktualisiert

WaffengesetzYoko Ono twittert Foto von Lennons blutiger Brille

Mit dem Foto der blutverschmierten Brille von John Lennon hat seine Witwe Yoko Ono für eine strengere Waffengesetzgebung in den USA geworben. Das Foto wurde am Donnerstag im Internet massenhaft weiterverbreitet.

von
bem
Die Brille, die John Lennon trug, als er am 8. Dezember 1980 in New York erschossen wurde.

Die Brille, die John Lennon trug, als er am 8. Dezember 1980 in New York erschossen wurde.

Am Mittwoch vor 44 Jahren hatten Beatle John Lennon und die Künstlerin Yoko Ono geheiratet. Aus diesem Anlass setze Yoko Ono einen Tweet an ihre 3,7 Millionen Follower beim Kurznachrichtendienst Twitter ab: «Der Tod eines geliebten Menschen ist eine schreckliche Erfahrung. Nach 33 Jahren vermissen unser Sohn Sean und ich ihn immer noch.» Dazu postete Ono das Foto der blutverschmierten Brille, die Lennon am Tag seiner Erschiessung getragen hatte.

Überschrieben ist das Bild mit dem Satz: «Mehr als 1'057'000 Menschen wurden in den USA durch Waffen getötet, seit John Lennon am 8. Dezember 1980 getötet wurde.» Das Foto von der Brille auf dem Fenstersims mit New Yorks Central Park im Hintergrund verwendete Ono als Cover für das Album «Season of Glass», das 1981 erschien, ihre erste Aufnahme nach der Ermordung ihres Mannes.

Ihr Tweet wurde 12'400-mal weiterverbreitet und fast alle US-Newsmedien nahmen die Geschichte auf. Ono wandte sich mit weiteren Twitter-Nachrichten gegen das liberale Waffenrecht in den USA. «Wir verwandeln dieses schöne Land in ein Kriegsgebiet», schrieb sie.

Republikaner stellen sich quer

Ein Amoklauf an einer Grundschule in der Kleinstadt Newtown im Dezember, bei dem der Täter auch 20 kleine Kinder erschoss, hatte die Debatte über das Waffenrecht in den USA neu entfacht. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama setzt sich für schärfere Bestimmungen ein.

Die entscheidenden Punkte wie lückenlose Hintergrund-Checks für Waffenkäufer sowie das Verbot von Sturmgewehren und Magazinen mit hoher Patronenzahl benötigen aber die Zustimmung des Kongresses. Dort stellen sich insbesondere die Republikaner quer. (bem/sda)

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