Bezahlabos: Youtube-Clips sollen kostenpflichtig werden
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BezahlabosYoutube-Clips sollen kostenpflichtig werden

Nutzer des Videoportals Youtube haben künftig die Wahl, ob sie Werbung sehen oder gegen Bezahlung auf die Unterbrüche verzichten wollen.

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sts
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Da nahm alles seinen Anfang: Am 15. Februar 2005 wurde Youtube.com registriert, am 23. April das erste Video hochgeladen. Das längste Video auf Youtube war 571 Stunden lang, ist aber nicht mehr aufrufbar. Erst 2010 hat Youtube für Uploads die zeitliche Obergrenze von 15 Minuten aufgehoben.

Da nahm alles seinen Anfang: Am 15. Februar 2005 wurde Youtube.com registriert, am 23. April das erste Video hochgeladen. Das längste Video auf Youtube war 571 Stunden lang, ist aber nicht mehr aufrufbar. Erst 2010 hat Youtube für Uploads die zeitliche Obergrenze von 15 Minuten aufgehoben.

So sah die Website beim Start aus. Gegründet wurde die Plattform von drei ehemaligen Angestellten des Bezahldienstes Paypal.

So sah die Website beim Start aus. Gegründet wurde die Plattform von drei ehemaligen Angestellten des Bezahldienstes Paypal.

Ursprünglich sei die Website als Datingplattform gedacht gewesen, besagt eine Gründerlegende. Eine andere Geschichte besagt, dass die Plattform entstanden sei, weil die Gründer nach dem Halbzeit-Auftritt von Janet Jackson am Super Bowl 2004 kein Video davon im Internet gefunden hatten.

Ursprünglich sei die Website als Datingplattform gedacht gewesen, besagt eine Gründerlegende. Eine andere Geschichte besagt, dass die Plattform entstanden sei, weil die Gründer nach dem Halbzeit-Auftritt von Janet Jackson am Super Bowl 2004 kein Video davon im Internet gefunden hatten.

Youtube will seinen Nutzern die Möglichkeit geben, gegen die Zahlung einer monatlichen Gebühr werbefrei Videos auf der Online-Plattform schauen zu können. Der Videodienst bat seine bekanntesten Urheber am Mittwoch in einem Schreiben, neuen Vertragsbedingungen zuzustimmen und die Änderungen damit zu erlauben. Es ist noch nicht bekannt, wann die Option angeboten werden könnte und wie teuer sie sein würde.

Eine Youtube-Sprecherin wollte keine Einzelheiten bestätigen, teilte aber in einer Erklärung mit, es sei immer eines der Hauptanliegen des Portals gewesen, «den Fans mehr Auswahlmöglichkeiten zu geben, um den Inhalt zu geniessen, den sie lieben, und Urhebern mehr Gelegenheiten zu geben, etwas zu verdienen».

Druck durch beliebte User?

Eine Bezahlversion des Videoportals ist laut Spiegel Online auch aufgrund der «zunehmenden Professionalisierung der Inhalte» notwendig. Beliebte Youtube-User drohten, sich von der Plattform zurückzuziehen, wenn ihre Einnahmen nicht steigen würden. Laut dem Analysten Bob Peck von Suntrust Robinson Humphrey könnten im ersten Jahr bis zu acht Millionen Leute ein Abo bei Youtube abschliessen.

Das Videoportal befindet sich im Besitz des Google-Konzerns. Es bot erstmals im Mai 2013 Bezahlkanäle an und startete im November zudem ein kostenpflichtiges Abonnement für einen werbefreien Musikdienst namens Music Key, der 2015 allen Nutzern zugänglich gemacht werden soll. Damit können Nutzer wie bei Spotify gegen eine Gebühr werbefrei Musik hören und auch offline auf die Inhalte zugreifen. All diese Schritte sind Teile einer Strategie, die Erlöse breiter zu fächern. Nach wie vor bleibt Werbung jedoch die Haupteinnahmequelle von Youtube. (sts/sda)

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