Aktualisiert 17.05.2010 09:58

Statistik

YouTube nicht in grenzenloser Feierlaune

Das zu Google gehörende Videoportal verzeichnet mittlerweile durchschnittlich zwei Milliarden Views pro Tag. Es gibt aber auch schlechte Nachrichten.

von
hst
YouTube verzeichnet mittlerweile im Schnitt zwei Milliarden Views täglich.

YouTube verzeichnet mittlerweile im Schnitt zwei Milliarden Views täglich.

Wie YouTube im firmeneigenen Blog mitteilte, werden mittlerweile täglich zwei Milliarden Videos angeschaut. Die neue Höchstmarke vermeldet das Portal pünktlich zum fünften Geburtstag am 16. Mai. Mittlerweile verbringe der User im Schnitt fünfzehn Minuten pro Tag auf dem zu Google gehörenden Portal, hiess es. Dies sei aber im Vergleich zu den fünf Stunden, welche die meisten durchschnittlich fernsehen, vergleichsweise mickrig. Getrübt werden dürfte die Feierlaune auch ein wenig durch eine Medienmitteilung der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA. Diese hatte unlängst bekannt gegeben, dass man die Verhandlungen mit YouTube nach über einem Jahr abgebrochen habe. Denn Autoren musikalischer Werke müssen für deren Benutzung in YouTube-Videos Tantiemen erhalten, schrieb die GEMA.

Wie es weiter heisst, fordert die GEMA gemeinsam mit acht weiteren Musikautorengesellschaften von YouTube, rund 600 der von dem Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen beziehungsweise den Abruf von Deutschland aus zu sperren. Zu den Mitgliedern des internationalen Verbunds gehören die amerikanischen Autorengesellschaften ASCAP, BMI und SESAC, die französische SACEM und die SIAE (Italien). «Das Problem der illegalen Nutzung ist durch das Internet mittlerweile ein internationales. Plattformen wie YouTube sind nicht national beschränkt», sagt Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA. «Deshalb müssen wir weltweit agieren und haben uns mit acht weiteren Musikautorengesellschaften zu einer Allianz zusammengeschlossen. Gemeinsam repräsentiert dieser internationale Verbund etwa 60 Prozent des Weltrepertoires.»

Web-Shop fürs Nexus One geschlossen

Auch YouTubes Mutterunternehmen Google machte Ende der Woche mit einem Misserfolg Schlagzeilen. Wie Android-Boss Andy Rubin in einem Blogeintrag schreibt, wird der Web-Shop fürs Nexus One geschlossen. Damit wird es vorerst das erste und einzige Android-Smartphone bleiben, das Google selbst vertreiben wollte. Wann es in die Schweiz kommen wird, ist weiterhin unbekannt. Das Handy soll nun nur noch über Provider angeboten werden. Der US-Mobilfunkdienstleister Flurry hatte dem Nexus One Anfang Februar einen schlechten Start attestiert: So sollen in der ersten Woche nach dem Verkaufsstart gerade mal 20 000 Geräte über den Ladentisch gegangen sein. Hochgerechnet auf einen Monat macht dies 80 000 Stück. Im Vergleich zum iPhone oder dem Motorola Droid ein bescheidener Erfolg. In den ersten vier Wochen wurden rund 600 000 Apple Smartphones und 525 000 Droids verkauft. Die Resultate von Flury sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, offizielle Verkaufszahlen wurden von Google bislang nicht kommuniziert.

Google-Chef Eric Schmidt hatte laut electronista.com kürzlich bekannt gegeben, dass weltweit mittlerweile 65 000 Geräte mit Android pro Tag verkauft werden sollen. Im Februar waren es noch 60 000 gewesen.

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