Aktualisiert 30.03.2013 12:32

FPSRussiaYouTube-Star im Visier der US-Behörden

Als russischer Waffennarr Dmitri Potapoff hat der US-Amerikaner Kyle Myers Kultstatus erreicht. Nun wurde sein Haus durchsucht – offenbar im Zusammenhang mit seinem ermordeten Geschäftspartner.

von
kmo
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Kyle Myers aka Dmitri Potapoff: Der US-Waffennarr stellt auf seinem Youtube-Channel diverse Geschütze vor ...

Kyle Myers aka Dmitri Potapoff: Der US-Waffennarr stellt auf seinem Youtube-Channel diverse Geschütze vor ...

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... und testet diese auch gleich ausgiebig – an Schaufensterpuppen, ...

... und testet diese auch gleich ausgiebig – an Schaufensterpuppen, ...

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... Limo-Flaschen oder Justin-Bieber-Fotos.

... Limo-Flaschen oder Justin-Bieber-Fotos.

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Rund 40 Beamte der US-Bundesbehörde für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen (ATF) durchsuchten laut «Huffington Post» das Haus von Kyle Myers sowie die benachbarte Farm seines Vaters. Der Waffennarr hat mit seinem Youtube-Kanal FPSRussia Kultstatus erlangt, seine Filmchen werden jeweils von Millionen Fans angeklickt.

Als Russe Dmitir Potapoff stellt Myers regelmässig neue Waffen vor – und testet diese gleich an mannigfaltigen Zielen aus. Mit seinem markanten russischen Akzent erklärt er die Maschinengewehre, Panzer oder Drohnen. Danach wird ausgiebig geschossen, etwa auf Schaufensterpuppen, gern auch auf Sprudelwasser, Früchtekörbe oder Justin-Bieber-Bilder. Die spektakulären Videos drehte das Team meist auf dem Anwesen von Myers' Vater.

Sprengstoff oder Mord?

Als Begründung für ihre Durchsuchungen gab die US-Behörde an, Myers habe mit dem Gebrauch von Sprengstoff Geld verdient. Zwar hatte er das Material legal gekauft, doch bei geschäftsmässigem Gebrauch hätte er laut «Business Insider» eine Lizenz benötigt. Und Myers' Kanal FPSRussia lief unter dem Partnerprogramm von Youtube, mit dem sich Geld verdienen lässt. Allerdings soll sich Myers stets um die nötigen Bewilligungen gekümmert haben, wie Myers' Kollegin Kitty Walden «Guns.com» sagte.

Regelrecht hingerichtet

Laut Angaben des zuständigen Sherrifs Stevie Thomas stehen die Durchsuchungen denn auch in einem anderen Zusammenhang: Anfang Januar war Myers' damaliger Geschäftspartner Keith Ratliff tot im Büro von FPS Industries gefunden worden. Er war mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet worden, rund um seinen Leichnam lagen unzählige Waffen – die Tatwaffe allerdings fehlte.

Bei den Durchsuchungen sei niemand verhaftet worden, hiess es von offizieller Stelle. Ob auch Material beschlagnahmt wurde, ist unklar.

Meldung zum ermordeten Geschäftspartner:

(vom Januar 2013, auf Englisch)

(Quelle: YouTube/WorldwideNewsDaily)

Der «Russe» schiesst auf Bieber:

(Quelle: YouTube/FPS Russia)

Panzer gegen Wassermelonen:

(Quelle: YouTube/FPS Russia)

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