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«Ask Switzerland»Youtuber Lionel hört mit seinen Kult-Umfragen auf

Seine Strassenumfragen «Ask Switzerland» machten ihn zum Social-Media-Star. Jetzt hat der Basler Lionel Battegay genug.

von
kfi

Youtuber Lionel Battegay spricht über die Highlights der vergangenen Jahre und sagt, wo er die dümmsten Antworten bekommen hat. <i>(Video: Instagram/Yxterix/Wibbitz)</i>

Fehlendes Allgemeinwissen hat er sich zunutze gemacht: In seinen Strassenumfragen «Ask Switzerland» hat Lionel Battegay (21) in den vergangenen Jahren unzähligen jungen Schweizerinnen und Schweizern falsche (und deshalb lustige) Antworten zu Geografie- oder Politikfragen entlockt – und wurde damit zum Youtube-Star mit hunderttausenden Views.

Damit ist jetzt Schluss. Der Basler hört mit seiner beliebten Rubrik auf, wie er via sein Management Yxterix bekannt gibt. In einem Insta-Video gibt er über die Beweggründe Auskunft.

Warum hört er auf?

«Nach so vielen Jahren habe ich das Gefühl, dass ich es langsam gesehen habe. Und auch das Publikum hat es langsam gesehen», sagt Lionel Battegay. Und fügt an: «Die Antworten werden ja nicht besser. Sie sind mittlerweile so schlecht, dass sie auch nicht schlechter werden.»

Die Luft sei schlicht draussen. «Ich habe das Gefühl, dass die Videos einen Punkt erreicht haben, an dem ich sie nicht mehr besser machen kann.»

Spielt der Aufwand seines HSG-Studiums eine Rolle?

Auch, wie Lionel sagt. «Es war schon immer viel. Der Vorteil ist, dass ich relativ gern ein Workaholic bin.» Vor allem in Prüfungszeiten habe er immer für sich abwägen müssen: «Soll ich jetzt besser lernen oder eine Strassenumfrage machen?» Grundsätzlich glaube er, dass ein Studium langfristig eine «sicherere Investition als eine Internetkarriere» sei.

Was sind seine Umfrage-Highlights?

Sich auf eine einzige lustige Szene festlegen, kann der Basler nicht. «Kanton Saturn war sehr dumm», nennt er als Beispiel. Und: «Einmal meinte einer, die Schweiz sei doppelt so gross wie Russland.»

Wo leben die dümmsten Schweizer?

Er habe festgestellt, dass er an bestimmten Orten besonders viele falsche Antworten erhalten habe – und nennt Winterthur als Beispiel. «Dort habe ich zum Beispiel gehört, dass Wilhelm Tell Amerika entdeckt hat», so der Youtuber.

Oft habe er nach guten Antworten suchen müssen. «Und dann gibt es Orte, da kommst du am Bahnhof an und die Antworten kommen auch dich zu.»

Wie geht es jetzt weiter?

«Ich habe noch fünf Jahrzehnte bis zur Pensionierung. Das ist nicht mehr so lange», witzelt Lionel. Er lässt durchblicken: Konkrete Projekte hat er noch keine. «Ich muss jetzt schauen, was ich als Nächstes mache.»

Was rät er Youtube-Talenten?

Man dürfe nicht mit zu hohen Erwartungen ins Social-Media-Business einsteigen, weiss Lionel aus eigener Erfahrung. «Die ersten eineinhalb Jahre hatte ich wirklich noch nicht viele Klicks. Erst nachher hat sich das langsam entwickelt.»

Hätte er in den ersten eineinhalb Jahren aufgehört, hätte er alles Gute, das folgte, nicht erlebt. «Lass dir Zeit. Mach es regelmässig. Ein langer Atem lohnt sich.»

Einen Ausschnitt aus dem Interview zu Lionels Umfrage-Aus siehst du im Video oben.

Hier siehst du eine seiner vielen kultigen Strassenumfragen:

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