Slalom Kitzbühel: Yule schafft historischen Sieg
Aktualisiert

Slalom KitzbühelYule schafft historischen Sieg

Der Walliser Daniel Yule feiert seinen dritten Saisonsieg und gewinnt als erster Schweizer seit 1968 den Slalom von Kitzbühel.

von
Herbie Egli

Yule fährt neue Bestzeit. (Video: SRF)

Daniel Yule bewies beim Slalom in Kitzbühel seine herausragende Form. Der 26-jährige Walliser gewann nach den Rennen in Madonna di Campiglio und Adelboden bereits sein drittes Saisonrennen. «Es ist unglaublich. Es ist zwar nicht die Abfahrt, aber es ist ein Traum wahr geworden, wenn man sich die Siegerliste an diesem Hang anschaut», freute sich Yule im Siegerinterview. Mit seinem dritten Saisontriumph ist der Walliser auch um 100'000 Euro Preisgeld reicher.

Yule lag nach dem Hundertstelkrimi im ersten Durchgang – die ersten 15 Fahrer waren innerhalb von einer Sekunde klassiert – hinter dem Norweger Lucas Braathen auf Zwischenrang 2. Im zweiten Durchgang behielt er auch die Nerven, als es ihn über eine Kuppe beinahe abhob. Der Walliser ist damit erst der zweite Schweizer nach Dumeng Giovanoli 1968, der in Kitzbühel den Slalom gewinnen konnte.

Schmidiger erneut in die Punkte

Reto Schmidiger bewies seine aufstrebende Form. Er machte im 2. Lauf neun Ränge gut und fuhr als 9. zum dritten Mal hintereinander in die Punkteränge. Ramon Zenhäusern, nach dem 1. Lauf auf Zwischenrang 13, wurde 11. Tanguy Nef, 10. des ersten Durchgangs, schied im zweiten Durchgang nach einem Fehler in der Vertikale aus.

Statt Yule hätte beinahe Lucas Braathen in Kitzbühel ein Märchen geschrieben. Der 19-jährige Norweger fuhr im ersten Durchgang mit Startnummer 34 noch 33 Hundertstel schneller als der Walliser. Im zweiten Lauf fiel Braathen auf den 4. Rang zurück. Hinter Yule wurde der Österreicher Marco Schwarz mit 12 Hundertstel Rückstand Zweiter. Rang 3 ging an den Franzosen Clément Noël, der 37 Hundertstel auf Yule verlor.

Kitzbühel (AUT). Weltcup-Slalom der Männer: 1. Daniel Yule (SUI) 1:41,50. 2. Marco Schwarz (AUT) 0,12 zurück. 3. Clément Noël (FRA) 0,37. 4. Lucas Braathen (NOR) und Henrik Kristoffersen (NOR), je 0,49. 6. Michael Matt (AUT) 0,52. 7. Giuliano Razzoli (ITA) 0,53. 8. Adrian Pertl (AUT) 0,73. 9. Reto Schmidiger (SUI) 0,79. 10. Sebastian Foss-Solevaag (NOR) 0,81. 11. Ramon Zenhäusern (SUI) 0,93. - 26 der 31 Finalisten klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Tanguy Nef (SUI) und Alexis Pinturault (FRA).

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