Nachtrennen von Schladming: «Sprachlos und glücklich» – Zenhäusern fährt bei Spektakel-Slalom auf Platz 2

Nachtrennen von Schladming«Sprachlos und glücklich» – Zenhäusern fährt bei Spektakel-Slalom auf Platz 2

Ramon Zenhäusern landet beim Nachtslalom in Schladming auf dem Podium. Für den Walliser nach einer harten vergangenen Saison, ein super Resultat.

von
Gabrijela Terzic
Sven Forster

Nach seinem Sieg in Kitzbühel galt Daniel Yule auch beim Nachtslalom in Schladming als grosser Schweizer Trumpf. Doch für Yule gab es am Ende zum ersten Mal in diesem Jahr keine Punkte. Der Schweizer hoffte nach einem durchzogenen ersten Lauf noch auf eine Top-Platzierung, doch im zweiten Lauf verlor er die Kontrolle und kam zu Fall. 

Zenhäuser und Meillard mussten die Kohlen aus dem Feuer holen. Beide zeigten einen starken ersten Lauf und kämpften ums Podest. Am Ende gab es erneut ein Schweizer Podest! Dieses Mal war es Ramon Zenhäusern, der im Schweizer Slalom-Team brillierte. Nur Clement Noël war etwas schneller – genauer gesagt, sieben Hundertstel. Das Podest komplettierte Lucas Braathen. Meillard wurde am Ende nach zwei kleinen Fehlern Fünfter. 

Am Boden, nun auf dem Podest

Der Walliser Zenhäuser, der im letzten Jahr eine schwierige Saison hatte, sagte nach dem Rennen gegenüber dem SRF: «Ich bin sprachlos und glücklich. Es ist wahnsinnig, sehr emotional.» Für ihn ist es toll, wieder auf dem Podest zu stehen. «Es ist schön, dass man das erleben kann. Mal unten zu sein und wieder hoch zukommen.»

Für Tanguy Nef endete das Rennen einmal mehr mit einem Ausfall. Marc Rochat und Luca Aerni sammelten am Ende Punkte. 

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Auf Wiedersehen

Wir verabschieden uns vom heutigen Rennen. Danke fürs Dabeisein und einen schönen Abend noch.

Morgen berichten wir live im Ticker über den Riesenslalom in Schladming ab 17:45 Uhr.

Clement Noel gewinnt den Slalom von Schladming!

Der Franzose fährt im 2. Lauf dank einer starken Fahrt von Rang 7 zum Sieg – knapp vor Ramon Zenhäusern. Der Schweizer verpasst den Sieg um 7 Hundertstel. Mit Loic Meillard klassiert sich ein weiterer Schweizer in den besten 5.

Lucas Braathen aus Norwegen komplettiert das Podest als Dritter. Der Führende nach dem ersten Lauf, Henrik Kristoffersen, fällt auf den 11. Rang zurück.

1. Henrik Kristoffersen

77 Hundertstel Vorsprung bringt Kristoffersen auf Noel mit. Er fährt zu direkt auf die Tore zu und muss dann einen weiten Weg nehmen. Der Norweger handelt sich einen Rückstand ein und macht anschliessend zu viele Fehler.

Im Ziel ist er deutlich geschlagen und fährt auf den 11. Rang. Noel gewinnt somit das Nachtrennen in Schladming! Was für ein spannendes Rennen heute.

2. Manuel Feller

In Kitzbühel noch unglücklich nach der Führung im 1. Lauf ausgeschieden – macht der Österreicher es heute besser?

Oben zeigt er starke Schwünge, doch dann fällt auch er im unteren Streckenteil zurück. Im Ziel klassiert er sich auf Zwischenrang 4. Somit steht mit Ramon Zenhäusern ein Schweizer auf dem Podest!

3. Loic Meillard

Spielerisch und dynamisch – so kann man die Schwünge des Schweizers bezeichnen. Das spiegelt sich auch in den Zwischenzeiten wieder, er liegt im zweiten Sektor deutlich voraus.

Ausgerechnet im Steilhang unterläuft ihm dann ein Fehler und somit handelt er sich einen Rückstand ein. Im Ziel ist es Zwischenrang 4. Eine gute Leistung des Schweizers.

4. Lucas Braathen

4 Podestplätze fuhr Braathen in diesem Winter heraus und bisher konnte niemand an diese Zahl herankommen.

Heute kommt er ohne Fehler durch den Lauf, doch er fällt noch auf Zwischenrang 3 zurück, noch hinter Ramon Zenhäusern.

5. Ramon Zenhäusern

Der nächste Schweizer liegt oben etwas zurück, wie man es schon oft von ihm gesehen hat. Anschliessend zeigt er eine solide Fahrt und ein gutes Finish – ihm fehlen 7 Hundertstel zur Führung. Das war knapp!

Mit diesem Resultat fährt er sein bestes Saisonergebnis ein.

6. Dave Ryding

Ryding fährt etwas verhalten zu Beginn des 2. Laufs. Im mittleren Streckenteil unterläuft ihm ein schwerer Fehler, welcher ihn viel Zeit kostet.

Zwischenrang 7 schaut im Ziel für den Briten heraus.

7. Clement Noel

Die Wundertüte aus Frankreich ist unterwegs. Noel kann seinen Vorsprung konservieren und zeigt eine solide Fahrt. Im Ziel leuchtet es für den Franzosen grün auf – Noel liegt deutlich vor der Konkurrenz.

8. Daniel Yule

Daniel Yule verliert im ersten Sektor fast die Hälfte seines Vorsprungs. Im dritten Sektor stürzt der Schweizer dann und gesellt sich den anderen Skirennfahrern an diesem heutigen Ausfallfestival. Somit bleibt er heute ohne Punkte – schade!

9. Johannes Strolz

Der Österreicher legt einen wilden Beginn in den 2. Lauf hin. Er kann noch knapp ein Ausscheiden verhindern, doch verliert dadurch viel Zeit. 1.64 Sekunden Rückstand auf den ersten Rang sind es im Ziel.

10. Timon Haugan

Haugan klassiert sich auf Zwischenrang 5 und kann damit zufrieden sein. Die Top 5 trennen lediglich 28 Hundertstel.

11. Tommaso Sala

Und der nächste Fahrer scheidet schon nach wenigen Toren aus! Sala setzt seinen Lauf fort und rutscht danach fast nochmals aus. Damit bestätigt er den Eindruck, dass viele Athleten heute Mühe mit den Bedingungen im 2. Lauf haben – der Grip fehlt.

Der Italiener wird auf Zwischenrang 17 zurückgespult.

12. Marco Schwarz

Der Österreicher kennt die Piste hier, 2021 konnte er hier gewinnen. Schwarz zeigt einen starken Start und baut seinen Vorsprung aus. Im mittleren Streckenabschnitt rutscht er dann jedoch weg und vergibt somit seine Chancen auf die Führung. Er beendet seine Fahrt und fährt mit über 6 Sekunden Rückstand ins Ziel ein.

13. Atle Lie McGrath

McGrath zeigt eine etwas wilde Fahrt, es rüttelt und schüttelt deutlich an seinen Skis. Mit einem kleinen Vorsprung setzt er sich an die Spitze des Zwischenklassements und darf sich auf den roten Leaderthron setzen.

14. Alex Vinatzer

Flutlicht mag der Italiener – seine zwei einzigen Podestplätze im Slalom konnte er bei Flutlicht Rennen einfahren. Heute gibt es keinen Podestplatz für Vinatzer, er fädelt bei einer Vertikale ein. Er beendet zwar seinen Lauf, aber dafür wird es keine Punkte geben, da sein Rückstand zu gross ist.

15. Sebastian Foss-Solevaag

Die Formkurve will bei Foss-Solevaag momentan nicht nach oben zeigen. Der Norweger klassiert sich auf Zwischenrang 4.

Luca Aerni im Interview mit SRF nach seinem 2. Lauf

«Ich habe die Abstimmung geändert im Hinblick auf den 2. Lauf. Mit dieser Leistung bin ich zufrieden, da mir eine halbe Sekunde zur besten Laufzeit im 2. Durchgang fehlt. Da kann ich in Zukunft sicher auch ein Wörtchen mitreden um die Führung im 2. Lauf.», so Aerni im Interview mit SRF.

16. Fabio Gstrein

Gstrein liefert sich ein enges Duell um die Führung mit Jakobsen. Mal leuchtet es grün auf und dann wieder rot bei den Zwischenzeiten. Der Österreicher zeigt eine starke Leistung und hat im Ziel einen Mini-Rückstand von 10 Hundertsteln – Zwischenrang 3 für Gstrein.

16. Kristoffer Jakobsen

Der Schwede weiss, dass er nun attackieren muss um die Führung zu übernehmen. Das gelingt ihm hervorragend, trotz einigen kleinen Innenskifehlern, ist er im Ziel 7 Hundertstel vor Steen Olsen.

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