Slalom Wengen: Yule und Zenhäusern verpassen Podest knapp
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Slalom WengenYule und Zenhäusern verpassen Podest knapp

Clément Nöel gewinnt den Slalom von Wengen, den Schweizern fehlen wenige Hundertstel zum ersten Top-3-Platz seit 21 Jahren.

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kai
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Keine Schweizer Beteiligung: Das Podest des Slaloms in Wengen besteht aus Clément Nöel, Henrik Kristoffersen un Alexander Khoroshilov.

Keine Schweizer Beteiligung: Das Podest des Slaloms in Wengen besteht aus Clément Nöel, Henrik Kristoffersen un Alexander Khoroshilov.

Keystone/MARCO TACCA
Ramon Zenhäusern zeigte einen guten Wettkampf, verpasste das Podest aber knapp und wurde Fünfter.

Ramon Zenhäusern zeigte einen guten Wettkampf, verpasste das Podest aber knapp und wurde Fünfter.

Keystone/PETER KLAUNZER
Zeitgleich auf dem fünften Platz gesellt sich Daniel Yule zu ihm.

Zeitgleich auf dem fünften Platz gesellt sich Daniel Yule zu ihm.

Keystone/MARCO TACCA

Diesmal schien die Zeit endgültig reif zu sein. Daniel Yule, Ramon Zenhäusern, Loïc Meillard – oder vielleicht sogar der in diesem Winter aufstrebende Tanguy Nef? Bei so vielen Trümpfen sollte doch einer für den ersten Schweizer Podestplatz im Slalom von Wengen seit Michael von Grünigen 1999 sorgen. Es wurde nichts daraus. Stattdessen mussten die zeitgleichen Yule und Zenhäusern mitansehen, wie Henrik Kristoffersen, der Vorletzte im Starthaus, sie vom Podest verdrängte. Am Ende fehlten dem Swiss-Ski-Duo sieben Hundertstel zum Dritten Alexander Choroschilow.

Kristoffersen blieb allerdings nicht an der Spitze. Stattdessen triumphierte Clément Noël. Der 22-jährige Franzose, der vor Jahresfrist in Wengen seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, fuhr den Vorsprung aus dem ersten Lauf sicher nach Hause. Damit ist der Edeltechniker diese Saison der einzige Zweifachsieger in dieser Disziplin neben Yule. Der Walliser, der die letzten beiden Slaloms gewonnen hatte, trat mit gemischten Gefühlen vors SRF-Mikrofon. «Für mich waren es zwei Rennen heute. Mit dem ersten Lauf war ich gar nicht zufrieden, mit dem zweiten hingegen sehr.» Dass es nur knapp nicht aufs Podest reichte, nerve zwar, «aber die Hundertstel waren auch schon auf meiner Seite».

Mit Nef und Meillard fuhren zwei weitere Schweizer in die Top Ten. Der 23-jährige Genfer wurde Achter, der gleichaltrige Meillard Zehnter. Einmal mehr überzeugten die Schweizer Slalomfahrer als Team. Einzig das Glanzresultat fehlte.

Wengen. Weltcup-Slalom der Männer: 1. Clément Noël (FRA) 1:45,40. 2. Henrik Kristoffersen (NOR) 0,40 zurück. 3. Alexander Choroschilow (RUS) 0,83. 4. Sebastian Voss-Solevaag (NOR) 0,85. 5. Daniel Yule (SUI) und Ramon Zenhäusern (SUI), je 0,90. 7. Marco Schwarz (AUT) 0,91. 8. Tanguy Nef (SUI) 1,05. 9. Jean-Baptiste Grange (FRA) 1,23. 10. Loïc Meillard (SUI) 1,32. – Ferner: 24. Reto Schmidiger (SUI) 2,58. 25. Sandro Simonet (SUI) 2,67. – 26 der 30 Finalisten klassiert. Ausgeschieden u.a.: Alexis Pinturault (FRA).

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