«Yummy Mummy» mit schlankem «carbon footprint»
Aktualisiert

«Yummy Mummy» mit schlankem «carbon footprint»

Auch das Englisch-Lernen ist eine lebenslange Aufgabe: Die am Donnerstag erschienene sechste Auflage des «Shorter Oxford English Dictionary» kennt im Vergleich zur letzten Auflage vor fünf Jahren 2500 neue Begriffe.

Darunter sind einige Wendungen, die das verstärkte Problembewusstsein gegenüber dem Klimawandel zum Ausdruck bringen. So wird jetzt darauf geachtet, dass der persönliche Lebensstil möglichst «carbon-neutral» ausfällt, also nicht mit der Emission von Treibhausgasen verbunden ist. Der persönliche «carbon footprint» fällt nur dann schlank aus, wenn man auf einen «Chelsea tractor» verzichtet - so werden die auch in der Grossstadt allgegenwärtigen Geländefahrzeuge mit ihrem hohen Benzinverbrauch im Slang genannt.

«Es liegt im Trend, grün zu sein», erklärte Wörterbuch-Redakteur Angus Stevenson. «Das hat auch zu einer weit grösseren Verbreitung von grünem Vokabular geführt.» Begünstigt wurde die Aufnahme neuer Begriffe auch durch den Verzicht auf die bisherige Regelung, dass ein Wort über fünf Jahre hinweg mindestens fünf Mal in fünf verschiedenen Druckwerken auftauchen musste, bevor es in den «Oxford» aufgenommen wurde. Jetzt ist dies allein eine Sache der sorgfältigen Entscheidung in der Redaktion.

Zu Wörterbuchehren hat es die «yummy mummy» gebracht, das ist eine attraktive Mutter. Das attraktive männliche Pendant geht mit einer «manbag» auf die Strasse, einer Handtasche für den Herrn. Der folgt dann gern mal der Aufforderung: «Take a chill pill», entspannt sich also. Neue Begriffe aus Fremdsprachen bezeichnen oft neue Gerichte. Dazu gehört Exotisches wie der spanische «churro», die vietnamesische «pho» oder das japanische «tataki». Dabei beschränkt sich das «Shorter Oxford English Dictionary» auf lediglich zwei Bände - das ehrwürdige grosse «Oxford English Dictionary» fasst hingegen 28 Bände. (dapd)

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