Kranker SVP-Staatsrat: Yvan Perrin schwänzt Jubiläumsfeier
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Kranker SVP-StaatsratYvan Perrin schwänzt Jubiläumsfeier

Der gesundheitlich angeschlagene Neuenburger Staatsrat macht wieder Schlagzeilen: Unentschuldigt blieb er der 200-Jahr-Feier des Kantons Genf fern – er fuhr stattdessen Velo.

von
cbe
Der Neuenburger SVP-Staatsrat Yvan Perrin ist gesundheitlich angeschlagen. Seine Regierungskollegen sind besorgt. Am letzten Samstag fehlte er unentschuldigt an der Feier der 200-jährigen Zugehörigkeit Genfs zur Eidgenossenschaft. Perrin ging stattdessen auf eine Velotour.

Der Neuenburger SVP-Staatsrat Yvan Perrin ist gesundheitlich angeschlagen. Seine Regierungskollegen sind besorgt. Am letzten Samstag fehlte er unentschuldigt an der Feier der 200-jährigen Zugehörigkeit Genfs zur Eidgenossenschaft. Perrin ging stattdessen auf eine Velotour.

Es war ein feierlicher Anlass, zu dem Yvan Perrin letzten Samstag in seiner Funktion als Mitglied der Neuenburger Kantonsregierung eingeladen war: Der Kanton Genf feierte seine 200-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft. Doch Perrin tauchte nicht in der Rhonestadt auf, wie die «Tribune de Genève» berichtet.

Perrin hatte bereits Anfang 2010 unter einem Burn-out gelitten. Nachdem er im März dieses Jahres alkoholisiert bei einem öffentlichen Auftritt erschienen war, wurde er krankgeschrieben und liess sich in einer Spezialklinik behandeln. Seit dem 22. April hat er seine Regierungstätigkeit wieder teilweise aufgenommen. Die Rückkehr zum vollen Arbeitspensum ist für Ende Sommer vorgesehen.

Velotour statt Repräsentationspflichten

Er fühle sich müde, aber es gehe ihm gut, sagt der ehemalige SVP-Nationalrat in einem Interview mit «Le Matin». Seine Anwesenheit an den Festivitäten in Genf sei nicht essenziell gewesen, sagt Perrin. Er habe sich stattdessen dafür entschieden, Velo zu fahren, um etwas gegen seine überflüssigen Kilos zu unternehmen. Dass er weder die Genfer Regierung noch seine Staatsratskollegin Monika Maire-Hefti darüber informierte, die mit Perrin zusammen den Kanton Neuenburg repräsentieren sollte, sei nicht gerade «brillant» gewesen, gesteht Perrin ein.

Die Neuenburger Regierung macht sich Sorgen um ihr Mitglied: «Es herrscht eine echte Besorgnis», sagt Sprecherin Corinne Tschanz zur «Tribune de Genève». Man sei mit Perrin übereingekommen, dass er am Ende des Sommers gesund zur Vollzeitarbeit zurückkehre. Perrin glaubt weiterhin an seine vollständige Genesung. Sollte diese nicht eintreffen, werde er zurücktreten: «Anderen eine Bürde zu sein, ist nicht mein Ding», zitiert ihn «Le Matin».

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