Aktualisiert 30.05.2006 05:31

Zahl der Erdbebenopfer steigt auf mehr als 5.400

Nach dem schweren Erdbeben in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 5.400 gestiegen.

Nach UNO-Angaben wurden bei dem Beben der Stärke 6,3 am Wochenende auf der Insel Java rund 20 000 Menschen verletzt, mehr als 130 000 Menschen wurden obdachlos. Das Erdbeben am Samstag hatte mindestens 35 000 Häuser zerstört. Die Regierung hat in dem südostasiatischen Inselstaat für drei Monate den Notstand ausgerufen.

Die Behörden der Provinz Yogyakartas beklagten, die dringend benötigte Hilfe laufe nur schleppend an. Seit Sonntagabend träfen zwar Hilfslieferungen der Vereinten Nationen (UNO) ein, aber leider nur wenige. Mindestens 5000 Zelte würden benötigt, doch bislang stünden nur weniger als 100 zur Verfügung.

Neben der Bereitstellung von Notunterkünften sei die Bergung der Leichen die dringlichste Aufgabe. Die Staatengemeinschaft sagte Millionen Euro an Finanzhilfen, Notfallversorgung und Unterstützung durch Katastrophenhelfer zu.

Generell soll der Wiederaufbau innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die Kosten schätzt die Regierung auf 107 Millionen Dollar. Die Glückskette stellt für die Erdbebenopfer auf Java 100 000 Franken zur Verfügung, wie sie mitteilte. Ausserdem öffnete sie ein Sammelkonto.

Die Glückskette wies zudem darauf hin, dass auch ihre Partner- Hilfswerke, das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas und HEKS Spendenappelle erlassen haben. (sda)

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