Aktualisiert 10.10.2005 13:49

Zahl der Erdbebenopfer steigt auf über 40 000

Auch zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Südasien steigt die Opferzahl weiter. Der Sprecher des pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf, Generalmajor Schaukat Sultan, geht davon aus, dass mehr als 40000 Menschen getötet wurden.

Etwa ebenso viele Menschen seien verletzt worden. Beobachter gehen mittlerweile von Millionen Obdachlosen aus, die dringend mit Lebensmitteln, Medikamenten, Decken und Zelten versorgt werden müssen. Dies ist besonders wichtig, da in den betroffenen Berggebieten schon bald der Winter einkehrt.

Im indischen Teil von Kaschmir starben mindestens 650 Menschen; viele von ihnen wurden nach Erdrutschen unter den Geröllmassen begraben

Das Beben der Stärke 7,6 auf der Richterskala hatte am Samstagmorgen weite Landstriche im Norden Pakistans und Indiens verwüstet. Danach gab es zahlreiche heftige Nachbeben.

Anderthalb Tage nach dem Erdbeben haben Rettungskräfte einen Überlebenden aus den Trümmern eines eingestürzten zehnstöckigen Hochhauses in der Hauptstadt Islamabad geborgen. Der 20-Jährige sei wohlauf gewesen, berichteten Augenzeugen.

Inzwischen sind internationale Hilfsaktionen angelaufen. Musharraf appellierte an die Weltgemeinschaft, seinem Land Transporthelikopter zur Verfügung zu stellen. Nur die Helikopter könnten dringend benötigte Hilfsgüter wie Zelte, Decken und Medikamente in die Katastrophenregion bringen.

Inzwischen schickten die USA acht Helikopter in die Region und kündigten ebenfalls weitere Unterstützung an. Auch Indien, mit dem Pakistan zwei Kriege um Kaschmir führte, habe Hilfe angeboten.

Auch die UNO betonte, angesichts der grösstenteils zerstörten Strassen müssten weitere Länder, die Teams entsenden wollten, unbedingt Flugkapazitäten mitbringen.

Zahlreiche Organisationen wollen Helfer entsenden oder haben zu Spenden aufgerufen. Die Schweiz hat eine Million Franken für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe gesprochen. Zehn Schweizer Experten reisen nach Pakistan. Als erstes ausländisches Team helfen sie bei der Organisation der Nothilfe.

Die Weltbank kündigte einen 20-Millionen-Dollar-Kredit zur Wiederaufbauhilfe an. Die Europäische Union sicherte 3,6 Millionen Euro als Soforthilfe zu.

(sda)

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