Sechs Tote: Zahl der Flutopfer in Colorado steigt
Aktualisiert

Sechs ToteZahl der Flutopfer in Colorado steigt

Die Überschwemmungen im US-Bundesstaat Colorado haben bereits fünf Opfer gefordert. Über 200 Personen werden vermisst. Die Wetterlage bleibt angespannt.

Die Zahl der Vermissten infolge heftiger Überschwemmungen im US-Bundesstaat Colorado geht in die Hunderte.

Die «Denver Post» schrieb unter Berufung auf den Katastrophenschutz, dass von 350 Menschen in der Stadt Boulder und deren Umgebung jede Spur fehle.

60-Jährige von Fluten mitgerissen

Die Behörden rechnen inzwischen auch mit einem fünften Todesopfer: Eine 60 Jahre alte Frau war von den Fluten mitgerissen worden und sei «vermutlich tot», erklärte die Polizei. Weitere Opfer seien zu erwarten. Die Nationalgarde stellte sieben Helikopter zur Verfügung, um Bewohner vor den Wassermassen zu retten.

Luftbilder zeigten, dass von den Ortschaften Jamestown, Lyons und Longmont kaum mehr als vereinzelte Inseln zu sehen sind. Verängstigte Einwohner wurden mit abgeworfenen Fertigmahlzeiten versorgt. Allein in der Gegend Pinewood Springs würden 1200 Menschen evakuiert, teilte die Polizei mit.

Obama ruft Notstand aus

Laut Wettervorhersagen vom Samstag könnten die Unwetter und Überschwemmungen noch mehrere Tage andauern. US-Präsident Barack Obama erliess eine Notstandverordnung und sagte Bundeshilfen zu.

Im Bezirk Boulder wurde am Freitag (Ortszeit) die Leiche einer Frau geborgen, die beim Verlassen ihres Autos von den Wassermassen fortgespült worden war, wie CNN unter Berufung auf die Polizei berichtete. Der Begleiter der Frau, der sie anscheinend hatte retten wollen, war zuvor ebenfalls tot gefunden worden.

US-Präsident Barack Obama hat für die Region den Notstand ausgerufen, nachdem dort an einem Tag mehr Regen gefallen war als sonst in einem ganzen Jahr. Strassen verwandelten sich in reissende Flüsse, Autos und Häuser wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Tausende Menschen sind vor den Fluten auf der Flucht. In der Nacht zum Samstag (Ortszeit) brachten Angehörige CNN zufolge etwa 800 Menschen aus zwei Ortschaften in Sicherheit. (sda)

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