Zahl der «Phishing-Mails» explodiert
Aktualisiert

Zahl der «Phishing-Mails» explodiert

Im Internet kursieren immer mehr betrügerische Massen-E-Mails. Während im September 2003 bloss 279 solcher «Phishing-Mails» von Sicherheitsexperten registriert wurden, belief sich die Zahl im vergangenen März bereits auf 215 643.

Das teilte das IT-Sicherheitsunternehmen MessageLabs am Montag in München mit. Die E-Mails tarnen sich meist als seriöse Nachricht eines Kreditinstituts und fordern den Empfänger auf, zum Beispiel die persönlichen Daten, Passwörter oder PIN-Codes zu aktualisieren. Mit den Daten können die Betrüger ungehindert die Konten plündern.

Für die betroffenen Organisationen könne das beträchtliche Folgen haben, von Produktivitätsausfällen über Kundenbeschwerden bis hin zu Rufschädigung oder sogar rechtlichen Konsequenzen, teilte MessageLabs mit. Letztlich sei jedoch der Kunde das Opfer der «Kontodaten-Fischer».

Zu den betroffenen Banken gehörten das britische Geldinstitut Barclays, die Citibank und Visa sowie das Internet-Bezahlsystem PayPal des Auktionshauses Ebay. Zur Vorsorge rät MessageLabs allen Finanzdienstleistern, ihre Kunden darüber zu informieren, auf welche Weise sie ihre Korrespondenz abwickeln.

(sda)

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