Pakistan: Zahl der Toten steigt auf 22
Aktualisiert

PakistanZahl der Toten steigt auf 22

Nach US-Luftangriffen auf vermutete Schlupfwinkel radikal-islamischer Extremisten in Pakistan an der Grenze zu Afghanistan ist die Zahl der Toten auf mindestens 22 gestiegen.

«Die Taliban und ihre Unterstützer haben vier weitere Leichen aus den Trümmern gezogen», sagte ein pakistanischer Geheimdienstoffizier am Samstag. Zudem sei ein Opfer im Spital seinen Verletzungen erlegen. Unter den Opfern sollen auch Angehörige des Terrornetzes Al Kaida sein.

US-Militärs hatten am Freitag mehrere Häuser, die als Schlupfwinkel für radikal-islamische Kämpfer gelten, mit Raketen aus unbemannten Drohnen beschossen. Die Gebäude lagen im Gebiet Mir Ali sowie in der Stadt Wana im halbautonomen Stammesgebiet Süd- Waziristan.

Die pakistanische Regierung appellierte an die Regierung des neuen US-Präsidenten Barack Obama, die bisherige Politik der Angriffe auf Extremisten zu überdenken.

Islamabad hoffe, dass die USA in Zukunft anders mit dem Thema Terrorismus und Extremismus umgehen werde, sagte ein Sprecher des pakistanischen Aussenministeriums in Islamabad.

Die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsgebiet der Taliban und der Angehörigen der Al Kaida, die von dort aus Angriffe gegen die internationalen Truppen in Afghanistan verüben.

Es war der erste Angriff mit einem unbemannten Flugkörper seit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten am vergangenen Dienstag.

(sda)

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