Aktualisiert 21.03.2006 17:16

Zahl der Vogelgrippe-Toten erreicht 100

Die Vogelgrippe hat inzwischen weltweit mehr als 100 Menschen das Leben gekostet. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, waren fünf mit dem H5N1-Virus infizierte Personen aus Aserbaidschan die jüngsten Opfer.

Bei allen Opfern sei das H5N1-Virus festgestellt worden. Die Krankheit sei zudem bei zwei weiteren Menschen diagnostiziert worden. Eine der betroffenen Personen habe sich mittlerweile wieder erholt, die andere befinde sich im kritischen Zustand und werde in einem Krankenhaus behandelt.

Verdachtsfall in Ägypten

Unterdessen infizierte sich in Ägypten offenbar ein weiterer Mensch mit dem Vogelgrippevirus. Bei dem jüngsten Verdachtsfall handle es sich um eine Frau, die erkrankte Vögel geschlachtet habe, sagte Gesundheitsminister Hatem El-Gabali.

Die Frau stammt aus der selben Region etwa 40 Kilometer nördlich von Kairo, in der bereits die beiden ersten Vogelgrippeverdachtsfälle bei Menschen in Ägypten aufgetreten waren.

Betroffen waren ein Mann, dem es inzwischen wieder besser ging, sowie eine Frau, die am Freitag starb. Beide waren mit dem Medikament Tamiflu behandelt worden.

Notstand in Palästinensergebieten

Die palästinensische Autonomiebehörde rief derweil den Notstand aus, um eine Ausbreitung der Tierkrankheit zu verhindern. «Wir müssen vorbereitet sein und Panik vermeiden», sagte der scheidende Regierungschef Ahmed Korei.

Die Autonomiebehörde werde alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um das Virus aus den palästinensischen Gebieten fern zu halten. Bei Geflügel in Israel war vergangene Woche die Vogelgrippe entdeckt worden.

Vogelgrippe erreicht Pakistan

Laut dem pakistanischen Landwirtschaftsministerium ist unterdessen auch in Pakistan in zwei Hühnerfarmen im Nordwesten des Landes erstmals das H5N1-Virus aufgetreten.

Das hätten Tests im EU-Referenzlabor im britischen Weybridge bestätigt, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Karachi. Die zwei Betriebe seien komplett isoliert worden.

Die pakistanischen Behörden hatten Anfang des Monats bereits die Tötung von 25 000 Hühnern in den beiden Geflügelfarmen angeordnet, nachdem zunächst das H5-Virus bei den Tieren festgestellt worden war. Menschen waren vorerst nicht betroffen.

In der vergangenen Woche war die gefährliche Variante H5N1 auch bei Tieren in den Nachbarländern Afghanistan, Indien und Iran aufgetaucht.

Quelle: SDA/AP (sda)

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