Aktualisiert 25.12.2008 22:42

Vorwand AufhetzungZahlreiche Festnahmen in Tibet

Die chinesischen Behörden haben in Tibet nach Berichten staatlicher Medien 59 Personen unter dem Vorwurf festgenommen, Gerüchte verbreitet und ethnische Spannungen geschürt zu haben.

Sie seien vom Dalai Lama aufgehetzt worden, zitierte eine Zeitung am Donnerstag den stellvertretenden Sicherheitschef in Lhasa, Xin Yuanming. Die Namen der Festgenommenen wurden nicht genannt. Ausserdem seien vier Personen seit 4. Dezember in Haft, die «reaktionäre Musik» aus dem Internet heruntergeladen und verkauft hätten, sagte Xin.

Im März war es in Tibet zu antichinesischen Protesten gekommen, die von den chinesischen Sicherheitskräften niedergeschlagen wurden. Tibet wurde in den 1950er Jahren von China besetzt, seit 1959 lebt der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der buddhistischen Tibeter, im indischen Exil. Peking wirft ihm vor, die Abspaltung Tibets zu betreiben. (dapd)

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