Aktualisiert 23.08.2005 07:21

Zahlreiche SBB-Hauptachsen gesperrt

Viele Bahnstrecken sind unterbrochen, auch Gotthard und Lötschberg. Wann die Linien im Fern- und Regionalverkehr wieder offen sind, ist nicht absehbar.

Im ganzen Kanton Bern waren am frühen Morgen noch immer zahlreiche Strassen gesperrt, unter anderem die Autobahn A6 zwischen Rubigen und Muri, die A8 am linken Brienzerseeufer und die Autostrasse A6 zwischen Faulensee und Leissigen. Wieder geöffnet ist die Strasse Frutigen-Adelboden.

Brünigstrecke ist nicht befahrbar

Die Züge der Zentralbahn in der Zentralschweiz und im Berner Oberland sind wegen Hochwasserschäden stark eingeschränkt. Die Brünigstrecke von Hergiswil NW nach Meiringen BE ist bis auf weiteres nicht befahrbar.

Wie die Zentralbahn am Dienstag mitteilte, sollen auf der Brünigstrecke Busse eingesetzt werden, sobald dies der Strassenzustand erlaubt. Auch zwischen Meiringen und Interlaken Ost verkehren vorläufig keine Züge. Über allfällige Buseinsätze soll so bald als möglich informiert werden.

Zentralschweiz

Obwohl die Niederschläge nachgelassen haben, ist die Hochwasser-Situation im Kanton Uri auch am Dienstagmorgen gravierend. Laut den Behörden wurde die A2 wegen Schäden an einem Viadukt bei Attinghausen gesperrt. Für den Schwerverkehr gilt die Phase Rot.

Der Personenwagenverkehr wird zwischen Flüelen und Erstfeld auf die Kantonsstrasse umgeleitet. Allerdings nur bis Schattdorf: Um 5.50 Uhr musste dort auch die Kantonsstrasse gesperrt werden. Auch die Klausenpassstrasse ist schwer beschädigt worden und bleibt zu.

Die Dörfer Amsteg und Flüelen sind teilweise überflutet, Bauen und Isenthal sind nicht erreichbar. Auch die Obwaldner Gemeinde Engelberg ist nur noch auf dem Luftweg erreichbar. Strasse und Bahnlinie sind zerstört und unpassierbar. Der Talboden steht nach erneuten heftigen Niederschlägen praktisch vollständig unter Wasser.

Im Kanton Schwyz ist Brunnen nur noch auf dem Seeweg zu erreichen, Bahnlinie und Strassen sind unterbrochen. In der Nacht auf Dienstag mussten weitere Personen evakuiert werden, so auch Gäste eines Campingplatzes.

Graubünden

Im Kanton Graubünden hat das Hochwasser zu zahlreichen Streckenunterbrüchen im Bahn- und Strassenverkehr geführt. Gesperrt sind unter anderem die Prättigauerstrasse H28 und der Flüelapass sowie die H27 im Unterengadin.

(sda)

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