Anhaltende Gewalt: Zahlreiche Tote bei Anschlägen in Afghanistan
Aktualisiert

Anhaltende GewaltZahlreiche Tote bei Anschlägen in Afghanistan

In einer abgelegenen Gegend im Norden Afghanistans sind die Leichen von zehn Menschen entdeckt worden. Auch im Osten sind 13 Opfer zu beklagen.

Alle zehn am Freitag in Nordafghanistan gefundenen Opfer seien erschossen worden, sagte der Polizeichef der Provinz Badachschan, General Agha Nur Kemtus. Die Toten, darunter acht Ausländer, lagen abseits der Hauptstrassen neben drei Geländewagen, die von Kugeln durchlöchert waren.

Bei den Opfern handelt es sich laut Polizei um zwei Afghanen sowie um drei Frauen und fünf Männer, deren Nationalität zunächst nicht bekannt war. Warum sich die Gruppe in der einsamen Gegend im Bezirk Kuran Wa Mundschan aufhielt, war unklar. Polizeichef Kemtus erklärte, möglicherweise habe es sich um einen Raubmord gehandelt, da am Tatort weder Ausweise noch Wertgegenstände gefunden worden seien.

Tote bei Anschlägen im Osten

Im Osten Afghanistans wurden bei Bombenanschlägen zwölf Zivilpersonen und ein NATO-Soldat getötet. Über die Nationalität des Soldaten und die Umstände seines Todes machte die NATO am Freitag keine näheren Angaben. Neun der afghanischen Opfer kamen laut Polizei am Donnerstag bei einem Anschlag in der Provinz Kunar ums Leben, drei weitere nach NATO-Angaben in der Provinz Ghasni.

Entführter Politiker tot

Ebenfalls in Ghasni wurde am Freitag die Leiche eines vor zehn Tagen entführten Politikers entdeckt. Nadschib Gulstani, der für die Parlamentswahl kandidierte, war von den Taliban verschleppt worden, wie der stellvertretende Gouverneur der Provinz, Kasim Allajar, mitteilte. Angehörige Gulstanis hätten den Toten abseits einer Strasse gefunden. (dapd)

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