21.11.2020 20:20

Inklusion beim ShoppingZalando ist das Geschlecht der Kunden nicht mehr wichtig

Beim Online-Modehändler können sich Kunden seit neuestem ohne Geschlechtsangaben registrieren. Zudem verzichtet Zalando auch auf geschlechtsspezifische Pronomen.

von
Barbara Scherer
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Zalando will für ein inklusives Einkaufserlebnis sorgen. 

Zalando will für ein inklusives Einkaufserlebnis sorgen.

Foto: imago images/PEMAX
Deshalb müssen Kunden ihr Geschlecht nicht mehr angeben.

Deshalb müssen Kunden ihr Geschlecht nicht mehr angeben.

imago images/Jürgen Ritter
Ausserdem will Zalando die Kunden nicht mehr mit geschlechtsspezifischen Pronomen ansprechen.

Ausserdem will Zalando die Kunden nicht mehr mit geschlechtsspezifischen Pronomen ansprechen.

imago images/Belga

Darum gehts

  • Zalando will diverser werden.

  • Dafür verzichtet der Moderiese auf Geschlechtsangaben bei Kunden.

  • Auch sollen die Models vielfältiger und Kleider in allen Grössen gezeigt werden.

Bei Zalando müssen Kunden nicht mehr angeben, welches Geschlecht sie haben. Stattdessen kann die Modevorliebe ausgewählt werden – also Damen- oder Herrenmode oder gleich beides. Damit will der Modehändler für ein inklusives Einkaufserlebnis sorgen.

Ausserdem hat Zalando eine gendergerechte Sprache eingeführt. Darum werden Kunden nicht mehr mit geschlechtsspezifischen Pronomen wie Herr oder Frau angesprochen. Neuerdings werden Kunden nur noch mit Namen angeschrieben, wie das Unternehmen in seinem Diversitäts- und Inklusionsbericht schreibt.

Mehr Models in allen Grössen

Damit sich alle Kunden bei Zalando repräsentiert fühlen, sollen auch die Models vielfältiger werden. Das heisst, Kleider werden in allen Grössen, darunter auch Plus Size, gezeigt. Beautyprodukte gibt es ab sofort in allen Hauttönen.

Dafür wurden vermehrt Partnerschaften mit Marken eingegangen, die von Minderheiten geführt werden. Bis 2022 will der Onlinehändler 70 weitere Modemarken, die von Schwarzen Personen geführt werden, ins Sortiment aufnehmen.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Auch intern will der Moderiese für mehr Diversität sorgen: Dafür investiert Zalando fünf Millionen Euro, um den Frauenanteil in Technologie-Teams bis 2023 auf mindestens 40 Prozent zu erhöhen. Denn zurzeit ist gerade einmal ein Fünftel der Tech-Teams weiblich.

Auf den sechs obersten Führungsebenen will das Unternehmen ebenfalls ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis erreichen. Bereits jetzt liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei über 50 Prozent. Dafür will Zalando aktiv gegen den sogenannten Gender Pay Gap vorgehen und gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit fördern.

Zalando wächst in der Corona-Krise

Der Online-Modehändler Zalando ist dank steigender Bestellungen im Internet mitten in der Corona-Krise deutlich gewachsen. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um mehr als ein Fünftel auf 1,85 Milliarden Euro. Zalando profitiert von der zunehmenden Digitalisierung und der neuen Selbstverständlichkeit, Kleidung im Netz zu kaufen.

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26 Kommentare
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Romina

22.11.2020, 10:29

nennt sich Unisex gibt es schon set den 70er.

SafePlanet

22.11.2020, 10:28

Zalando ist ein reines Umweltverbrechen

Anständige Anrede

22.11.2020, 10:11

Bei diesem kaufe ich sowieso nicht ein. Ich bleibe bei denen in der Schweiz obwohl sie etwas teurer sind. Die haben wenigstens noch eine anständige Anrede.