Zapfenzieher.
Aktualisiert

Zapfenzieher.

In meinen letzten Zeilen habe ich über das „sabrieren" geschrieben.

Heute einige Worte über die etwas konventionellere Art, eine Flasche zu öffnen.

Meine Freundin und Trauzeugin Katrin kennt mich gut. Schon seit fast 20 Jahren. Daher war es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie mir eines Tages einen vollautomatischen Zapfenzieher schenkte. Als dieser irgendwann dann mal - nach zu häufigem Gebrauch - kaputt war, schenkte mir der Götti meines Sohnes einen auf den Geburtstag. Meine Schwiegereltern schenkten mir einen zum Hochzeitstag und die Nachbarn brachten mir einen zur Hauseinweihungsparty mit.

Wenn ich so darüber nachdenke ... schon irgendwie gschpässig, oder ?!

Wie dem auch sei; ich liebe diese Dinger. Ich liebe aber auch - wenn nicht gar noch ein bisserl mehr - den ganz einfachen, gewöhnlichen Zapfenzieher. Für unter 5 CHF zu haben (oftmals sogar gratis, wenn man lange genug in derselben Vinothek einkauft).

Die Folie zerschneiden, den Deckel abheben, langsam die Schraube in den Korken drehen, den richtigen Winkel finden, einhacken, ziehen ... zack und plopp.

Eines meiner Lieblingsgeräusche! Abgesehen vom Lachen meines Sohnes. Oder von brutzelnden Zwiebeln. Oder einer von meinem Angetrauten gespielten Nocturne. Oder ... Nein, verzeihen Sie. Nun drifte ich in den Kitsch hinein.

Also, der Zapfen muss raus. Egal wie. Stilvoll oder nicht. Wir wollen an den Inhalt.

Und der ist es, was schlussendlich zählt.

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