Todesfall: Zara-Gründerin nach Schlaganfall gestorben

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TodesfallZara-Gründerin nach Schlaganfall gestorben

Rosalía Mera, die es von der Näherin zur reichsten Frau Spaniens gebracht hatte, ist nach einem Schlaganfall während der Ferien auf Menorca gestorben.

Neben ihren geschäftlichen Tätigkeiten wurde Rosalía Mera auch für ihr soziales Engagement bekannt.

Neben ihren geschäftlichen Tätigkeiten wurde Rosalía Mera auch für ihr soziales Engagement bekannt.

Die Mitbegründerin der Modekette Zara, Rosalía Mera ist in einem Spital im nordwestspanischen A Coruña verstorben. Das berichtete die Lokalzeitung «La Voz de Galicia» in der Nacht zum Freitag. Mera hatte am Mittwoch einen Schlaganfall am auf der Balearen-Insel Menorca erlitten, auf der sie mit ihrer Tochter Ferien machte.

Mit einem Rettungsflugzeug wurde sie am Donnerstag in ihre Heimatstadt La Coruña im Nordwesten Spaniens gebracht, wo sie wenig später starb. Ihr früherer Ehemann Amancio Ortega, der reichste Spanier und drittreichste Mann der Welt, erwies der Toten in La Coruña die letzte Ehre.

Von der Näherin zur Multi-Milliardärin

Die Self-Made-Milliardärin, deren Vermögen vom US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» auf 5,8 Milliarden Franken geschätzt wurde, war in bescheidenen Verhältnissen in einem Arbeiterviertel in der Region Galicien aufgewachsen. Mit elf Jahren musste sie die Schulausbildung abbrechen und als Näherin Geld verdienen.

In einem edlen Kurzwarengeschäft namens «La Maja» lernte sie ihren späteren Ehemann Ortega kennen, der als kleiner Angestellter für eine Konkurrenzfirma arbeitete. Nach der Hochzeit eröffnete das Paar 1975 in La Coruña das erste Zara-Geschäft.

Scheidung

Der Laden bildete die Keimzelle des Textilkonzerns Inditex, zu dem heute neben Zara auch andere Modeketten gehören. Das Unternehmen breitete sich innerhalb weniger Jahrzehnte in allen Teilen der Welt aus und stieg zu einem der weltweit grössten Konzerne der Branche auf.

Mera trennte sich 1986 von ihrem Mann. Sie behielt zwar Kapitalanteile an Inditex, startete aber auch eine eigene unternehmerische Karriere. Sie investierte unter anderem in Firmen der Immobilien- und Hotelbranche sowie in der Pharmaindustrie. Zudem gründete sie die Stiftung Paideia mit dem Ziel, Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur in Galicien zu fördern.

Soziales Engagement

Ebenso wie ihr Ex-Mann Ortega, dessen Vermögen von «Forbes» auf 53 Milliarden Franken geschätzt wird, lebte Mera lange Zeit sehr zurückgezogen und mied die Öffentlichkeit. In den letzten Jahren trat sie jedoch mit politischen Äusserungen und ihrem sozialen Engagement öffentlich in Erscheinung. Sie protestierte unter anderem gegen eine Verschärfung der Abtreibungsgesetze, die die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy plant.

Zudem zeigte sie Sympathien für die Protestbewegung der «Empörten». «Wir alle sollten empört sein, nicht nur die Leute in den Protestcamps», betonte sie vor zwei Jahren, als Tausende Spanier gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und die Sparpolitik der Regierung demonstrierten.

Auf die Frage, wie sich ihr Vermögen und ihre unternehmerischen Aktivitäten mit ihren Sympathien für die politische Linke in Einklang bringen lassen, sagte sie in einem Interview: «Wenn man in Verhältnissen aufwächst wie ich, kann man nicht anders denken.»

(sda)

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