Aktualisiert 21.11.2016 15:19

Benneteau machts vorZauber-Volley, der auch für Federer eine Challenge ist

Der Franzose Julien Benneteau zeigt bei einem Challenger-Turnier den Volley des Jahres: im Sprung, hinter dem Rücken, als Stopp knapp hinters Netz.

von
hua
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Andrej Rublew (in Rot) versucht, den heranstürmenden Julien Benneteau cross zu passieren.

Andrej Rublew (in Rot) versucht, den heranstürmenden Julien Benneteau cross zu passieren.

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Der Franzose ahnt die Ecke, ist aber zu schnell unterwegs.

Der Franzose ahnt die Ecke, ist aber zu schnell unterwegs.

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So muss er den Volley mit dem Schläger hinter seinem Rücken spielen.

So muss er den Volley mit dem Schläger hinter seinem Rücken spielen.

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Julien Benneteau ist zwar mittlerweile nur noch die Weltnummer 129 – der Franzose kann dafür aber von sich behaupten, den sensationellsten Volley der ganzen Saison gespielt zu haben. Es ist ein Schlag, bei dem auch der Maestro Roger Federer mit der Zunge schnalzen würde.

Gelungen ist dieser Benneteau beim Challenger-Turnier im französischen Mouilleron-le-Captif. Im Final traf der 34-Jährige auf den um 15 Jahre jüngeren Russen Andrej Rublew. Beim Stand von 7:5, 0:0 für den Franzosen rückte dieser bei einem längeren Ballwechsel ans Netz vor, Rublew wollte cross passieren. Das hatte Benneteau jedoch vorausgeahnt. Weil er aber zu schnell unterwegs war, musste er einen Notfallplan aushecken.

Satz verloren, Turnier gewonnen

So sprang er ab und spielte den Ball – der in seinen Rücken gespielt worden war – per Volley, mit dem Schläger hinter seinem Rücken, als Stopp, kurz hinter das Netz, ins Feld. Ein unmöglicher Schlag, ein unmöglicher Winkel, ein unmöglicher Punkt. Dass der Franzose diesen genau so hatte spielen wollen, bleibt zu bezweifeln. Trotzdem gehört dieser Punkt zum Besten der ganzen Saison 2016.

Trotz dieser sensationellen Aktion verlor Benneteau den zweiten Satz 2:6. Da er aber den Entscheidungssatz 6:3 gewann, sicherte sich der Franzose den Titel. Es war sein vierter Erfolg auf der unterklassigen Challenger Tour. Auf der ATP Tour hat Benneteau übrigens schon zehn Finals bestritten – aber noch keinen gewonnen.

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